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Polizeiticker Neuer Rekord bei Sicherheits-Kampagne der Polizei: Tag 3 bringt 146 Verstöße
Dresden Polizeiticker Neuer Rekord bei Sicherheits-Kampagne der Polizei: Tag 3 bringt 146 Verstöße
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14:14 21.06.2019
Polizeihauptkomissar Thomas Kiraly zieht einen Autofahrer aus dem Verkehr, Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Seit Dienstag ist die Dresdner Polizei in einer besonderen Mission unterwegs: rücksichtslosen Verkehrsteilnehmern, die dem Newsfeed des Smartphones mehr Aufmerksamkeit widmen als dem Geschehen auf der Straße oder zugunsten des eigenen Zeitmanagements über rote Ampeln brettern, geht es nun verstärkt an den Kragen. Die Kampagne "Respekt durch Rücksicht" soll zu mehr Umsicht und Rücksichtnahme im Straßenverkehr animieren.

Am Donnerstag wurden die Kontrollen im Stadtgebiet von der Verkehrspolizei sowie den Dresdner Revieren fortgesetzt. Auf insgesamt acht Straßen und Plätzen waren die Beamten im Einsatz, darunter der Sachsenplatz, die Bautzner Straße und die Leipziger Straße. Kontrolliert wurden auch an Tag 3 sowohl Auto- als auch Radfahrer. Insgesamt endete der Donnerstag mit einer traurigen Bilanz: beeindruckende 146 Verstöße stellte die Polizei am dritten Tag der Aktion fest, fast dreimal so viele wie am Vortag. Unter den Vergehen finden sich allein 27 überfahrene rote Ampeln von Radfahrern. Weitere 25 Radfahrer hatten sich als Geisterfahrer versucht und waren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs. Sechs Autofahrer müssen sich verantworten, weil sie während der Fahrt mit dem Smartphone hantierten. Weitere 19 Autofahrer zogen es vor, auf das Anlegen des Sicherheitsgurtes zu verzichten.

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Zu welchen Ergebnissen derartige Nachlässigkeiten führen können, zeigt sich auch in der Unfallbilanz des Donnerstages: insgesamt elf Unfälle mit beteiligten Radfahrern haben die Beamten der Polizeidirektion aufgenommen. Dabei wurden acht Menschen verletzt. In einem Fall überquerten zwei 48 und 49 Jahre alte Fußgängerinnen die Naumannstraße und übersahen dabei einen 49-jährigen Radfahrer. Bei dem Zusammenstoß verletzten sich die 48-Jährige und der Radfahrer leicht.

Auch wenn es bei der Aktion vordergründig um Abschreckung geht – die Ertappten müssen je nach Vergehen nicht nur für entsprechende Bußgelder in die Tasche greifen, sondern füllen auch ihr Punktekonto in Flensburg- verfolgt die Polizei damit ein anderes Ziel. So soll die Kampagne vor allem die Verkehrsteilnehmer für vermeidbare Gefahren sensibilisieren, die erst durch das eigene, oft rücksichtslose Verhalten entstehen

Von kcu