Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Polizeiticker Laute Gegenproteste begleiten erneuten Pegida-Montagsmarsch
Dresden Polizeiticker

Laute Gegenproteste begleiten erneuten Pegida-Montagsmarsch auf dem Dresdner Neumarkt

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:42 13.10.2020
Pegida in Dresden am 14. September 2020. Quelle: Sebastian Kositz / Archiv
Anzeige
Dresden

Wie die Polizei berichtet, kam es am Montag beim Pegida-Montagsmarsch zu lautstarken Gegenprotesten.

Gegen 17.30 Uhr startete eine Versammlung unter dem Motto „Jetzt erst Recht, Rassisten*innen entgegen treten“ am Alaunplatz. Anschließend liefen die Teilnehmer in Richtung Neumarkt.

Anzeige

Dort begann 18.45 Uhr eine Kundgebung des Pegida Fördervereins e.V. Im Anschluss führte ein Aufzug durch die Innenstadt und endete schließlich am Ausgangspunkt. Im Bereich der Galeriestraße versuchten zahlreiche Personen offenbar auf die Aufzugsstrecke zu gelangen, heißt es. Die Einsatzkräfte verhinderten dies. Die Polizeidirektion Dresden habe einen fortlaufenden Protest in Hör- und Sichtweite gewährleistet, so die Polizei Dresden.

Kritik an Polizei und Pegida-Teilnehmern

Auf Twitter erntete das Verhalten der Polizei hingegen unter #dd1210 Kritik. Hope – fight racism twitterte: „Achtung wir brauchen dringend einen Anwalt hier auf der Versammlungsfläche!!! Die Menschen werden nicht mehr runter gelassen von der @polizeisachsen und wir werden in der Lautstärke ohne Grund beschränkt!!!!“ Von Dresden Nazifrei hieß es: „Rechtswidriges Abfilmen von Demonstrationen ist übrigens Standard. Es gibt ja auch keine wirkliche Kontrollinstanz für die #Polizei. Wer sollte das also verfolgen bzw. unterbinden? In einem langwierigen Prozess kann man …1/2 #Pegizei.“

Das „Straßengezwitscher“ meldete: „Pegida beginnt erneut in #Dresden. Die Auflagen zum Gesundheitsschutz werden weitgehend nicht eingehalten.“ Ein Nutzer kommentierte: „Bei Pegida in #Dresden wurden heute die Versammlungsauflagen der @stadt_dresdenbezüglich der #Corona-Pandemie mehrheitlich nicht eingehalten. Genügend Platz war da. Einfach erschütternd im Lichte auch hier steigender Infektionszahlen.“

Auch nach dem Versammlungsgeschehen waren Einsatzbeamte im Innenstadtbereich präsent, um ein mögliches Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Gruppierungen zu verhindern. Zur Demonstration am 29. September war es zu mehreren Vorfällen durch Pegida-teilnehmer gekommen. So hatte ein Mann mehrmals den Hitlergruß gezeigt und es war Pyrotechnik auf Polizisten geworfen worden.

Im Rahmen des Einsatzes am Montag hat die Polizei eine Anzeige wegen Beleidigung aufgenommen. Insgesamt waren ca. 370 Beamte in Einsatz, darunter auch Beamte der sächsischen Bereitschaftspolizei.

Von DNN