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Polizeiticker Ins Gesicht gestochen: Mann nach Flucht in Untersuchungshaft
Dresden Polizeiticker

Ins Gesicht gestochen: Mann in Untersuchungshaft in Dresden

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14:05 12.02.2021
Symbolfoto
Symbolfoto Quelle: dpa
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Dresden

Staatsanwaltschaft und Polizei Dresden ermitteln wegen schwerer und vorsätzlicher Körperverletzung gegen einen 25-jährigen Mann. Er sitzt in Untersuchungshaft, weil er dem Begleiter seiner ehemaligen Lebensgefährtin ins Gesicht gestochen haben soll.

Angriff mit dem Klappmesser

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 14. November 2020 gegen 0.30 Uhr mit einem zuvor entwendeten Schlüssel die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin in der Beilstraße betreten zu haben. Zu dieser Zeit war die 20-Jährige nicht zu Hause. Als sie kurze Zeit später ihre Wohnung gemeinsam mit einem 24-jährigen Mann betrat, soll der Beschuldigte sie mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und ins Wohnzimmer gestoßen haben, wobei die Frau sich den Zeigefinger der rechten Hand brach.

Der 24-jährige wollte seiner Begleiterin helfen. Der Beschuldigte soll daraufhin ein Klappmesser gezogen und in das Gesicht des 24-Jährigen gestochen haben. Der Mann erlitt eine rund 13 Zentimeter lange klaffende und stark blutende Schnittwunde, die notärztlich versorgt werden musste. Er wird voraussichtlich dauerhaft eine deutlich sichtbare Narbe im Gesicht behalten.

Sturz vom Balkon

Der Beschuldigte flüchtete nach der Tat und tauchte unter. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden hat der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden am 4. Januar 2021 Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen.

Der Beschuldigte wurde nach intensiver Fahndung am Abend des 10. Februar 2021 in einer Wohnung in der Budapester Straße festgenommen werden. Er hatte versucht, über den Balkon zu fliehen. Dabei fiel er aus ca. vier Metern Höhe auf eine schneebedeckte Wiese. Der Beschuldigte verletzte sich erheblich und brach sich die Hüfte. Er muss im Krankenhaus operiert werden und befindet sich derzeit außer Lebensgefahr.

Der Ermittlungsrichter ordnete am Donnerstag im Krankenhaus eine Untersuchungshaft an. Um eine Flucht des Beschuldigten zu verhindern, wird dieser nunmehr von der Polizei im Krankenhaus rund um die Uhr bewacht, bis eine Aufnahme in eine Justizvollzugsanstalt möglich ist.

Von DNN