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Polizeiticker Hauptzollamt Dresden zieht Bilanz: Mehr Drogen, weniger Schwarzarbeit
Dresden Polizeiticker Hauptzollamt Dresden zieht Bilanz: Mehr Drogen, weniger Schwarzarbeit
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13:33 17.04.2019
Zollbeamte auf einer Baustelle. Demnächst treten die Kontrolleure in blauen Uniformen auf. Quelle: Boris Roessler/dpa
Dresden

Gut 1,6 Milliarde Euro Steuern hat das Hauptzollamt Dresden im vergangenen Jahr erhoben. Im Vorjahr waren es 1,5 Milliarden Euro. Rund eine Milliarde davon entfiel auf Zölle und andere Einfuhrabgaben, über 332 Millionen Euro wurden bei den Verbrauchern über Energie- und Stromsteuer, Tabak-, Branntwein und Biersteuer erhoben. Dazu kommen noch 274 Millionen Euro KfZ-Steuer für bis zu 2,1 Millionen Fahrzeuge.

Vollstreckungen, Drogen und Produktpiraterie

Die Behörde ist für die Gebiete um Leipzig und Dresden zuständig und vollzieht auch Vollstreckungen – im Jahr 2018 waren es fast 92.000 an der Zahl. 32,7 Millionen Euro konnten auf Betreiben des Bundes, aber auch für Sozialversicherungsträger, die Arbeitsverwaltung und andere Behörden eingetrieben werden.

Zu den Aufgaben des Hauptzollamtes gehört auch die Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität. Dabei wurden in 840 Fällen mehr als 1,6 Tonnen Rauschgift sichergestellt (2017: 669 Fälle, 1,1 Tonnen). Das meiste war per Luftfracht unterwegs, darunter 105 Kilogramm Kokain, 1,6 Kilo Heroin und 60 Kilogramm Crystal. Dazu kommen 1,9 Millionen beschlagnahmte Zigaretten, 64.800 Kilogramm Tabak und 218 Kilogramm Wasserpfeifentabak.

Deutlich erhöht hat sich auch die Beschlagnahmung an den Grenzen von 3.900 Fällen im Vorjahr auf aktuell 4.200 Fälle. Dabei wurden über 753.000 Waren beschlagnahmt (2017: 574.000 Waren), deren Wert sich mit 51 Millionen allerdings im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert hat. „Die Werthalbierung der angehaltenen Waren ist vermutlich auf den zahlenmäßigen Rückgang der Beschlagnahme sogenannter Luxusuhren zurückzuführen“, so die Erklärung.

Artgeschützte Tiere und Schwarzarbeit

Die Zahl der beschlagnahmten artgeschützten Tiere und Pflanzen sowie die daraus hergestellte Produkte hat sich gar verdreifacht. 71 Mal mussten die Fahnder entsprechende Waren und Lebewesen aus den Verkehr ziehen.

1.412 Arbeitgeber wurden von den Zollbeamten auf mögliche Schwarzarbeit geprüft. Dabei stellten sie eine Schadenssumme von 15,2 Millionen Euro fest, verursacht zum Beispiel durch nicht gezahlte Steuern und Sozialversicherungsabgaben, erschlichene Sozialleistungen oder Nichteinhaltung der Mindestlöhne. 2017 waren es noch 23,7 Millionen Euro.

Beamte des Hauptzollamtes sind die „Vor-Ort-Arbeiter“, beschreibt Sprecherin Heike Wilsdorf. Hier begannen im vergangenen Jahr 114 junge Menschen eine Ausbildung im mittleren oder ein Studium im gehobenen Zolldienst. Sie und ihre Kollegen kontrollieren auf der Straße, auf dem Flughafen, auf der Baustelle. Bei besonders großen Funden oder Verdacht auf organisierte Kriminalität wandert das Verfahren dann an das Zollfahndungsamt Dresden, dessen Bilanz vergangene Woche vorgestellt worden ist.

Von fkä

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