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Polizeiticker Festnahme bei Pegida nach Attacke auf Journalisten
Dresden Polizeiticker Festnahme bei Pegida nach Attacke auf Journalisten
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09:30 04.09.2018
Symbolfoto. Quelle: dpa-Zentralbild
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Dresden

Bei den Demonstrationen am Wochenende im Zusammenhang mit der tödlichen Attacke auf einen 35-jährigen Mann vor reichlich einer Woche war es auch zu Übergriffen auf Journalisten gekommen. Jetzt vermeldete die Polizei bei ihrer Ermittlungsarbeit einen ersten Erfolg.

„Unsere Einsatzkräfte haben aktuell in Dresden anlässlich der dortigen Pegidademonstration einen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen, der am Samstag in Chemnitz einen Journalisten angegriffen hat.“, twitterte die Polizei zu dem Vorfall am Montagabend.

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Wie die Beamten später bekannt gaben, handelte es sich um einen 65-Jährigen Dresdner. Ein Journalist hatte am Montagabend die Polizei auf dem Neumarkt angesprochen, da er den Mann bei der Pegida-Versammlung wiedererkannt hatte. „Da ein Video des Angriffes bereits Teil der Berichterstattung am Wochenende war, hatten zeitgleich auch Einsatzkräfte den Tatverdächtigen als Versammlungsteilnehmer erkannt und den Zugriff vorbereitet“, teilte die Polizei mit. Gegen den 65-Jährigen wird nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

Im Rahmen der Pegida-Demonstration am Montag kam es zu einer weiteren Ermittlungen gegen eine 50-jährige Freiburgerin. Die Frau hatte gegen 20.40 Uhr in unmittelbarer Nähe von Einsatzkräften sinngemäß gerufen, dass "alle Linken vergast gehören". Die Polizisten stellten daraufhin die Identität der 50-Jährigen fest. Die Freiburgerin muss sich nun wegen des Verdachts der Volksverhetzung verantworten.

Die Gewalt gegen Medien hat nach Einschätzung des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) am Wochenende in Chemnitz eine neue Qualität erreicht. Allein die Vielzahl der Fälle bei den Demonstrationen in der Stadt sei erschreckend, sagte der DJV-Vorsitzende Frank Überall am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Am Montagabend gab es in Chemnitz ein Konzert gegen Rassismus, zu dem Zehntausende Menschen gekommen sind.

Von DNN