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Polizeiticker Polizei regt wegen Infektionsgefahr Verlegung von Dynamo-Partie an
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Dresdner Polizei regt wegen Infektionsgefahr Verlegung von Dynamo-Partie an

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16:49 11.05.2021
Bereits beim Abstieg in die dritte Liga im vergangenen Sommer versammelten sich tausende Dynamo-Fans vor dem Stadion.
Bereits beim Abstieg in die dritte Liga im vergangenen Sommer versammelten sich tausende Dynamo-Fans vor dem Stadion. Quelle: Steffen Manig
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Dresden

Die Polizei hat mit Blick auf einen möglichen Massenauflauf am kommenden Samstag eine Verlegung des Drittligaspiels von Dynamo Dresden gegen Türkgücü München angeregt. Aus Sicht der Polizeidirektion Dresden ist das „die einzige geeignete, erforderliche und verhältnismäßige Maßnahme, um eine die Infektionsgefahr katalysierende Verbindung zwischen der Fanszene der SG Dynamo Dresden und den Anhängern der Querdenken-Bewegung zu unterbinden“, teilte die Polizeibehörde am Dienstag mit. Ein milderes Mittel zur Erreichung dieses Zieles stehe nicht zur Verfügung.

Mehrere tausend Fans im Fall des Aufstiegs erwartet

Die Initiative „Querdenken 351“ hat für Samstag mehrere Versammlungen in Dresden für einige tausend Teilnehmer angemeldet. Die Stadt Dresden verbot die Veranstaltungen zwar. Allerdings war es auch in der Vergangenheit wiederholt vorgekommen, dass sich trotzdem zahlreiche Corona-Kritiker im Stadtgebiet aufhielten. Da Dynamo Dresden bei dem Spiel am Samstag den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machen kann, rechnet die Polizei zudem mit mehreren tausend Fußballfans, die sich vor dem Stadion versammeln könnten.

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Das war auch der Fall, als Dynamo im Sommer 2020 nach dem letzten Heimspiel den Gang in die 3. Liga antreten musste. Damals waren rund 2000 Fans vor die Tore des Stadions gezogen, um die Mannschaft zu verabschieden. Nach Angaben der Polizei hatten sie Abstands- und Hygienevorschriften nicht eingehalten. „Polizeiliche Maßnahmen zur Einhaltung des Infektionsschutzes wurden damals zum Großteil ignoriert und abgelehnt“, hieß es. Aufgrund von Erkenntnissen aus sozialen Netzwerke gehe man davon aus, dass die „Querdenker-Bewegung“ die potenzielle Fanansammlung im Umfeld des Stadions als Anknüpfungspunkt für eigene demonstrative Aktionen nutzen wird.

Von Jörg Schurig, dpa