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Polizeiticker Dresdner Polizei geht gegen Rotlicht- und Handyfahrer vor
Dresden Polizeiticker Dresdner Polizei geht gegen Rotlicht- und Handyfahrer vor
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15:26 20.06.2019
Die Polizisten Carsten Ulbricht (r.) und Andreas Hofmann kontrollieren am Albertplatz Radfahrer. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Es ist ein sonniger Morgen am Albertplatz. Auto- und Fahrradfahrer sind geschäftig auf den Straßen und den Radwegen unterwegs. Für den Fahrer eines weißen VW-Transporters ist es mit der strahlenden Morgenstimmung jedoch abrupt vorbei. Mit sicheren Schritten marschiert Polizeihauptkommissar Uwe Jähnichen auf die Straße.

Die rote Polizeikelle fest in der Hand, winkt der 49-jährige Polizist den Transporter in Richtung Seitenstreifen. Der Grund? Der Fahrer hat während der Fahrt auf sein Handy geschaut und es sogar beim Anhalten noch in der Hand gehabt, erzählt er später.

Drei Wochen lang verstärkte Kontrollen

Und der Telefon-Sünder bleibt kein Einzelfall an diesem Dienstag. Denn die Polizei hat in Dresden die Schwerpunktaktion „Respekt durch Rücksicht“ ausgerufen. Drei Wochen lang kontrollieren die Beamten verstärkt den fließenden Verkehr an Brennpunkten. Diese besonderen Kontrollorte hat die Polizei aus ihren eigenen Statistiken und aus Hinweisen auf einem eigens dafür eingerichteten Bürgerportal bestimmt.

Mit der Kampagne wollen die Beamten möglichst viele Verkehrsteilnehmer für einen rücksichtsvolleren Umgang miteinander sensibilisieren, erklärt Polizeirat Gerald Baier, der Leiter der Verkehrsinspektion. Schließlich sei das Ziel im Straßenverkehr, dass ein jeder sicher ankomme, sagt der 42-Jährige.

Besonderes Augenmerk liegt auf Rotlichtverstößen

Fünf Beamte sowie zwei Kollegen der Fahrradgruppe sind an diesem Morgen im Einsatz. Mittels einer versteckten Kamera beobachten sie die Fahrzeugströme und melden Verstöße per Funk unter anderem an Hauptkommissar Jähnichen. Dieser holt die Verkehrssünder schließlich von der Straße. Ein besonderes Augenmerk legen die Polizisten auf Rotlichtverstöße.

Bereits innerhalb der ersten halben Stunde erwischen die Beamten sieben Radfahrer und fünf Autofahrer, die das „Rot“ ignoriert haben. Und das wird für die Ertappten teuer: Wer das Rotlicht an einer Ampel nicht beachtet, muss, je nachdem, wie lange die rote Lampe schon leuchtet, mit einem Bußgeld bis zu 200 Euro und zwei Punkten in Flensburg rechnen. Aber auch auf die Handynutzung am Steuer wird gnadenlos geahndet.

Polizei will sensibilisieren

Die wenigen Sekunden der Ablenkung reichten schon, damit sich ein Fahrzeug 30 bis 40 Meter quasi im Blindflug befinde, seufzt Baier und berichtet von einem Extrembeispiel. So sei vor kurzem ein Radfahrer telefonierend mit Handys in jeder Hand erwischt worden. „Vielen ist nicht bewusst, dass sie damit nicht nur sich selbst gefährden, sondern vor allem andere“, sagt der Polizeirat.

Die Angehaltenen haben dafür im Übrigen nicht immer Verständnis. Etwa ein Drittel reagiert empört und beschimpft die Beamten, sie sollen sich doch lieber „echter“ Kriminalität annehmen. „Im Straßenverkehr geht es um Menschenleben“, sagt der Chef der Verkehrspolizei dazu. Die Statistiken sind eindeutig: Durch Unfälle sterben deutlich mehr Menschen als durch Gewaltverbrechen.

Viele Unfälle könnten verhindert werden

Die Polizei will mit der Kampagne nicht nur abschrecken, sondern vor allem erreichen, dass die Verkehrsteilnehmer stärker aufeinander achten. Zwei Drittel der Verkehrsunfälle zwischen Auto- und Radfahrern werden laut Baier von ersteren verursacht.

Davon könnte jedoch ein Viertel verhindert werden, wenn sich auch die Radler rücksichtsvoller verhalten würden. Um die Verkehrsteilnehmer aufzuklären, verteilt die Polizei Handzettel, auf denen Bilder in Fahrschulmanier zeigen, wie solche Verstöße vermeidbar sind.

Radfahrer sollten einen Helm tragen

Auch zum Thema Verkehrssicherheit wird im Zuge der Aktion informiert. „Die Schildkröte hat ihren Panzer, der Mensch seinen Verstand“, steht dazu im Flyer. Radfahrer sollten demnach unbedingt einen Helm tragen und so das Verletzungsrisiko mindern. Außerdem empfiehlt die Polizei Radfahrern, möglichst helle, gut erkennbare Kleidung zu tragen, um schwere Unfälle zu verhindern.

Nach einer Stunde der Kontrolle ist die Zahl der Verkehrsverstöße auf zwölf Rad- und zehn Autofahrer angestiegen. Und es werden sicher nicht die Letzten sein, die im Zuge der Kampagne aus dem Verkehr gezogen werden.

Von Carl Gruner

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