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Polizeiticker Dresdner Polizei: Abschiebungen laufen schleppend
Dresden Polizeiticker Dresdner Polizei: Abschiebungen laufen schleppend
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10:03 06.11.2015
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Dresden

Die Abschiebungen erfolgten auf Anordnung der Landesdirektion Sachsen, der Zentralen Ausländerbehörde in Chemnitz sowie der Ausländerbehörde Dresden. Insgesamt hatten die drei Behörden die Abschiebung von 360 Personen beantragt, so die Beamten. Es konnte also knapp die Hälfte der Abschiebungen nicht vollzogen werden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Hauptursache dafür, dass nicht alle Abschiebeentscheidungen umgesetzt werden konnten, ist der Umstand, dass die Polizei viele Asylbewerber an den gemeldeten Adressen nicht antrifft. Ein zweiter Hinterungsgrund ist, dass nur vollständige Familien abgeschoben werden dürfen, so die Polizei.

Treffen die Beamten ein Familienmitglied nicht an, muss der Abschiebungsversuch der gesamten Familie abgebrochen und später wiederholt werden. Deshalb stehen in der Polizeistatistik für diese Jahr bisher insgesamt 410 Abschiebungsaufträge, da aus den genannten gründen mehrere Personen wiederholt angefahren werden mussten. Bei einem Abschiebungsversuch sind in der Regel zwei Polizisten im Einsatz. Ein solcher Auftrag beschäftigt die Beamten etwa zwei Stunden.

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Die 190 Abgeschobenen setzen sich aus 29 Familien und 76 Einzelpersonen zusammen. Der Großteil dieser Asylbewerber stammte aus Serbien (60), Russland (21), dem Kosovo (19), Tunesien (19) und Lybien (18).

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