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Polizeiticker Pfeffersprayeinsatz bei Pegidaprotest
Dresden Polizeiticker

Dresden: Pfeffersprayeinsatz bei Pegidaprotest

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12:33 07.07.2020
Symbolbild. Quelle: Archiv/xcitepress/ses
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Dresden

Bei dem sogenannten Montagsspaziergang des fremdenfeindlichen Pegidabündnisses durch die Dresdner Innenstadt am Montagabend haben mehrere Gegendemonstranten versucht, auf die Aufzugsstrecke zu gelangen. Das verhinderte die Polizei mit Pfefferspray. Zudem mussten die Beamten zwei Ermittlungsverfahren einleiten.

Sitzblockade auf der Seestraße

Parallel zu der Pegida-Kundgebung auf dem Neumarkt fanden vier angemeldete Gegenversammlungen statt – darunter etwa eine unter dem Motto „Nationalismus raus aus den Köpfen“. Während die selbst ernannten „patriotischen Europäer“ durch die Innenstadt zogen, formierten sich etwa 25 Gegenprotestler auf der Seestraße zu einer Sitzblockade. Die Einsatzkräfte der Polizei leiteten die Teilnehmer des Pegida-Aufzuges daraufhin über die Schulgasse um.

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Etwa 50 Pegida-Gegner versuchten anschließend, auf die neue Aufzugsstrecke zu gelangen. Um dies zu verhindern, musste die Polizei „unmittelbaren Zwang anwenden“, sprich Pfefferspray einsetzen. Laut „Nationalismus raus aus den Köpfen“ gab es dabei Verletzte. Das bestätigte die Polizei jedoch nicht.

Während des Polizeieinsatzes leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren gegen einen 19-Jährigen wegen Sachbeschädigung ein. Der junge Mann hatte einem Pegida-Teilnehmer eine Fahne entrissen. Bei der Aktion zerbrach der Stock.

Zudem leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren gegen einen Pegida-Teilnehmer ein, der mit Protektorenhandschuhen aufgefallen war. Die Handschuhe gelten nach dem Versammlungsgesetz als Waffe, sind somit verboten.

Insgesamt waren 260 Polizeibeamte im Einsatz.

Von ffo