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Polizeiticker Betrügerbande erschleicht sich durch Corona-Hilfen mehr als 600 000 Euro
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Dresden: Betrügerbande erschleicht sich durch Corona-Hilfen über 600 000 Euro 

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13:59 24.11.2021
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurde ein Haftbefehl gegen den 56-jährigen Hauptbeschuldigten erlassen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurde ein Haftbefehl gegen den 56-jährigen Hauptbeschuldigten erlassen. Quelle: dpa: Robert Michael / Volker Hartmann
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Dresden

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln derzeit gegen sechs Beschuldigte wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Subventionsbetrug in bis zu 20 Fällen.

Der 56-jährigen Hauptbeschuldigte ist Geschäftsführer und faktischer Geschäftsführer von zwei in Dresden-Strehlen ansässigen Gesellschaften, die sich mit der Vermittlung von Bauleistungen beschäftigen. Ihm wird vorgeworfen, seit Beginn der Pandemie unrechtmäßig Corona-Hilfen beantragt zu haben. Er soll dafür einige seiner Mitarbeiter bewusst wahrheitswidrig als Selbstständige angegeben haben.

Beschuldigter hat Mitarbeitern EC-Karten abgenommen

Den Mitarbeitern soll er unter Drohungen ihre EC-Karten samt PIN abgenommen und anschließend in ihrem Namen Corona-Hilfen in Höhe von insgesamt 777 935 Euro beantragt haben. Hiervon wurden von der Sächsischen Aufbaubank 602 935 Euro und von der Landeshauptstadt Dresden 17 000 Euro bewilligt und überwiegend auf Konten der Mitarbeiter ausgezahlt – Sie selbst wussten nichts davon. Anschließend soll der beschuldigte Geschäftsführer das Geld für eigene Zwecke verwendet haben.

Den weiteren fünf Beschuldigten wird vorgeworfen, an der Tatausführung zumindest teilweise beteiligt gewesen zu sein.

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden haben am Dienstag umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen durchgeführt. Hierbei wurden Beweismittel und Vermögensgegenstände im Gesamtwert von etwa 100 000 Euro aus dem Besitz der Beschuldigten sichergestellt. Darunter 50 000 Euro Bargeld, drei Autos und Schmuckgegenstände.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wurde ein Haftbefehl gegen den 56-jährigen Hauptbeschuldigten erlassen. Dieser wurde am Dienstag festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht. Der Beschuldigte hat bislang keine Angaben zum Sachverhalt gemacht. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.

Von BW