Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Polizeiticker Das waren die kuriosesten Fälle des Jahres 2018 in Dresden
Dresden Polizeiticker Das waren die kuriosesten Fälle des Jahres 2018 in Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:17 23.12.2018
Über dieses Transparent eines offensichtlich orthografisch Überforderten wurde in diesem Jahr viel gelacht. Quelle: Rocci Klein/Archiv
Anzeige
Dresden

Wer bei Polizei und Feuerwehr arbeitet, der hat es mit dem prallen Leben zu tun. Da geht es tragisch, gefährlich und herzlich zu. Und manchmal auch sehr komisch. Das sind die skurrilsten Fälle der Dresdner Einsatzkräfte im Jahr 2018:

Unfallserie mit Slapstick-Verdacht

Am 15. Januar kam es zu einer Unfallserie in Strehlen, die an einen Slapstick-Streifen erinnerte. Ein 49-Jähriger hatte seinen Ford Sierra verbotenerweise auf einem Behindertenparkplatz an der Lockwitzer Straße abgestellt. Als er seinen Fehler bemerkte, setzte er sein Auto rückwärts aus der Parklücke, wobei er einen hinter dem Auto laufenden Fußgänger touchierte. Der 72-Jährige erlitt dabei leichte Verletzungen.

Anzeige

Beide Männer sprachen miteinander und tauschten die Personalien aus. Anschließend stieg der Senior in sein Auto, das vor dem Ford des 49-Jährigen abgestellt war, und parkte seinerseits aus. Dabei traf er den Mann, der wenige Momente zuvor ihn angefahren hatte. Auch der 49-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Schließlich riefen die Männer die Polizei, die nun gleich zwei Verkehrsunfälle mit wechselnden Rollen aufzuklären hatte.

Schlüpfriger Einsatz

Zu „einem schlüpfrigen Einsatz“ wurden Polizisten am Abend des 30. Januar zu einem Haus an der Albertstraße in der Inneren Neustadt gerufen. Ein Pärchen hatte sich dort im Keller eines Mehrfamilienhauses seiner Leidenschaft hingegeben. Da es in dem Keller bereits mehrere Einbrüche gegeben hatte, rief eine Mieterin die Polizei, als sie das Treiben bemerkte. Gleichzeitig begab sie sich nach unten, um das Pärchen von seinem Tun abzubringen.

Das Schäferstündchen endete für den Mann mit einem Schock. Der 35-Jährige reagierte panisch auf die Nachricht, dass die Polizei unterwegs sei, weil er irrtümlicherweise meinte, per Haftbefehl gesucht zu werden. Er zerschlug eine Scheibe, öffnete so eine Tür, sprang zumindest teilweise bekleidet aus einem Fenster im ersten Stock und verschwand in der Dunkelheit.

Seine Partnerin, eine 31-Jährige, die wie er aus Radebeul stammt, ließ er zurück. Sie versuchte die Wogen zu glätten und hinterließ ihre und seine Personalien, um den durch ihren Liebhaber angerichteten Schaden regulieren zu können. Bei Eintreffen der Polizei war das Pärchen schon abgezogen. Die Beamten ermittelten wegen Sachbeschädigung und Erregung öffentlichen Ärgernisses.

Ein Mann, 55 Stunden, elf Straftaten

Ein 63-jähriger Dresdner hat es vom 9. März an geschafft, innerhalb von 55 Stunden elf Strafanzeigen zu kassieren. Der polizeibekannte Mann war zunächst am Freitag ohne Fahrschein im Zug von Bischofswerda nach Dresden unterwegs. Auch das Angebot der Zugbegleiterin, einen Fahrschein nachzulösen, schlug der 63-Jährige aus. Stattdessen beleidigte er die Frau mehrfach.

Bundespolizisten stellten zudem fest, dass gegen den Beschuldigten ein generelles Beförderungsverbot des Eisenbahnverkehrsunternehmens bestand. Das Ermittlungsverfahren wegen „Erschleichens von Leistungen und Beleidigung“ wurde deshalb umgehend um den Tatbestand Hausfriedensbruch ergänzt.

Am Sonnabend wurde der Mann dann erneut ohne Ticket in einem Zug erwischt, der aus Hof kam. Hier hatte sich der 63-Jährige in der Zugtoilette versteckt, um einer Fahrkartenkontrolle zu entgehen. Eine erneute Strafanzeige wegen Erschleichens von Leistungen war die Folge.

Eine halbe Stunde später informierte die Verkäuferin eines Geschäfts im Hauptbahnhof die Bundespolizei, dass eine ältere männliche Person diversen Schmuck entwendet habe. Beamte trafen wiederum auf den 63-Jährigen. Bei seiner Durchsuchung wurden 25 Fingerringe, eine Halskette und sieben Damenstrumpfhosen gefunden. Es erging eine Strafanzeige wegen Diebstahls.

Am Nachmittag wurden die Beamten wegen Betrugsverdachts in einen anderen Laden im Hauptbahnhof gerufen. Ein Mann hatte versucht, mit einer EC-Karte diverse Waren im Wert von knapp 70 Euro zu erwerben. Als sich herausstellte, dass die Karte nicht funktionierte, war der Mann bereits mit den Waren verschwunden. Aufgrund der Beschreibung und weiterer Ermittlungen konnte auch hier der 63-Jährige als Täter identifiziert werden. Im weiteren Verlauf des Tages wurde der Mann noch zweimal wegen versuchten Erschleichens von Leistungendingfest gemacht.

In der Endkonsequenz wurde gegen den 63-Jährigen ein Hausverbot für den Hauptbahnhof erteilt und ein Platzverweis ausgesprochen. An den hielt sich der Dresdner.

Am Sonntag tauchte der Mann stattdessen am Neustädter Bahnhof auf. Gegen Mittag wurde der 63-Jährige durch einen Ladendetektiv eines Drogeriemarktes beobachtet, wie er verschiedene Waren im Wert von knapp 37 Euro in seinen Beutel steckte und die Filiale verließ, ohne die Ware zu bezahlen. Ein Strafverfahren wegen Diebstahls wurde eingeleitet. Außerdem bestand gegen den Mann auch ein Hausverbot im Drogeriemarkt und für den Bahnhof Dresden-Neustadt, so dass auch hier der Tatbestand um Hausfriedensbruch ergänzt wurde.

Zuletzt wurde der notorische Straftäter am Abend bei einem erneuten Diebstahlsversuch der exakt gleichen Waren im selben Drogeriemarkt festgestellt. Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs wurden eingeleitet.

Beamter gestohlen

Ein einzelner Buchstabe macht manchmal den Unterschied: Die Dresdner Polizeidirektion hat den Verlust eines Beamten gemeldet - durch Diebstahl. „Beamter und Geld aus Büro gestohlen“, meldete die Behörde am 24. April. Gemeint war ein Beamer.

Die Kollegen aus dem sächsischen Innenministerium griffen die Steilvorlage auf und twitterten umgehend: „Polizist entwendet! Großfahndung läuft. (...) An die Entführer: Bitte tun Sie unserem Kollegen nichts! An den Kollegen: Wir holen dich da raus!“ Auch die Polizeidirektion Dresden nahm es mit Humor: „Kleiner Tippfehler, große Wirkung“, hieß es in der Korrektur.

Verklemmtes Stacheltier

Einen verklemmten Igel haben Feuerwehrleute am 25. April in Cotta aus seiner misslichen Lage befreit. Das Stacheltier hatte auf einem Gartengrundstück an der Lübecker Straße seine neugierige Nase in die Bodenhülse für einen Zaunspfahl gesteckt. Dabei war der Igel offenbar stecken geblieben, wie der Hausmeister bei Arbeiten an einem neuen Zaun entdeckte.

Feuerwehr rettet feststeckenden Igel

Um das Tier nicht zu verletzen, rief er die in tierischen Rettungseinsätzen erfahrenen Feuerwehrleute hinzu. Die Kameraden hatten so ein Igelversteck auch noch nicht gesehen und versuchten auf verschiedenen Wegen, den Schnuffi ins Freie zu bringen.Doch das behutsame Ziehen half nichts. Zum Schluss wurde die Hülse ausgegraben und der Igel sanft aus seinem Gefängnis geschüttelt.

Ohne Reifen auf A4

Mit viel Gepäck aber ohne Reifen war ein 54-Jähriger in der Nacht zum 30. April auf der Autobahn 4 bei Wilsdruff unterwegs. Dort staunten die Beamten der Autobahnpolizei nicht schlecht, als sie das kuriose Gespann kontrollierten.

Beim Zugfahrzeug, einem Renault Megane gab es keine Beanstandungen, am Anhänger fehlte jedoch ein kompletter Reifen. Das rechte Rad des Einachsers bestand nur noch aus der Felge. Die Polizisten untersagten dem 54-Jährigen die Weiterfahrt.

Gespann ist ohne Reifen auf der A4 unterwegs. Quelle: Polizeidirektion Dresden

Rollstuhlfahrer überfährt Frau

Ein aggressiver Rollstuhlfahrer hat am 5. Mai im Bahnhof Pirna eine Frau mit dem Rollstuhl überfahren. Dabei brach er den Fuß der 50-Jährigen. Die Frau war kurz zuvor mit der S-Bahn aus Dresden angekommen und wurde auf dem Bahnsteig in Pirna von ihrer Schwester begrüßt. Von beiden zunächst unbemerkt näherte sich der Mann in einem motorisierten Krankenfahrstuhl. Als sie ihn bemerkte, erschrak die 50-Jährige, handelte intuitiv und wollte den auf sie zurollenden Rollstuhl mit den Händen aufhalten.

Das gelang ihr jedoch nicht und auch der Rollstuhlfahrer bremste sein Vehikel nicht. Er fuhr un­beirrt weiter, auch als die Frau auf den Bahnsteig stürzte. Er überfuhr die vor ihm liegende Frau erst mit den Vorderrädern, dann mit den Hinterrädern – eine qualvolle Prozedur, bei der der Fuß der 50-Jährigen brach. Anschließend fuhr der Täter laut schimpfend davon.

Halbstarker markiert Revier Mitte

Ein betrunkener Jugendlicher hat am frühen 6. Mai quasi vor den Augen der Polizei seinen Übermut an einem Streifenwagen ausgelassen. Der 17-Jährige bespuckte ein Polizeiauto und urinierte gegen die Karosserie – und das ausgerechnet vor dem Revier Mitte an der Schießgasse. Dort beobachtete der Diensthabende per Überwachungskamera die Ausfälligkeiten des Halbstarken und schickte ein paar Uniformierte vor die Tür, um dem Treiben ein Ende zu bereiten. Die Polizisten nahmen die Sachbeschädigung auf und belehrten den Teenager. Der musste den ernsten Worten Taten folgen lassen. Unter polizeilicher Aufsicht durfte er die Spuren seiner Missetaten selbst wegputzen.

Unfallfahrer sieht Gespenster

Mit 2,5 Promille Alkohol im Blut hat ein 38-Jähriger am späten 17. Juni einen Unfall in Dresden-Wachwitz gebaut – und dann selbst die Polizei gerufen. Er teilte den Beamten mit, dass er auf der Wachwitzer Bergstraße „gegen irgendetwas“ gefahren sei. Die Tatsache, dass er den Polizisten keine genaueren Informationen zum Unfall geben konnte und er zudem nur sehr verwaschen zu verstehen war, ließ diese nichts Gutes ahnen.

Vor Ort taumelte den Polizisten der 38-Jährige entgegen und zeigte auf seinen beschädigten VW Polo. Angeblich sei ihm ein Volvo ohne Licht entgegengekommen, weshalb es zum Unfall kam. Das Auto war jedoch ordentlich am Straßenrand geparkt, offenkundig hatte ihn der 38-Jährige im Alkoholrausch gerammt. Die Polizisten zogen den Führerschein des Mannes ein.

Mann stürmt AOK-Filiale mit Mistgabel

Mit einer Mistgabel bewaffnet hat ein Mann am 28. Juni die AOK-Filiale am Sternplatz gestürmt. Dort wollte der 39-Jährige sich beschweren und drohte damit, sich bei Nichtbeachtung mit dem sperrigen Gerät etwas anzutun. Dann bedrohte er Kunden und Mitarbeiter der Krankenkasse. Interventionskräfte der Polizei konnten den Mann überwältigen und nahmen ihn in Gewahrsam. Er kam in eine medizinische Einrichtung.

Interventionskräfte konnten den Mistgabelmann überwältigen. Quelle: Tino Plunert

Mann mit 45 Identitäten

Einen 51-Jährigen mit 45 Identitäten haben Bundespolizisten am 3. Juli bei einer Kontrolle im Eurocity zwischen Bad Schandau und Dresden erwischt. Die Beamten der Bundespolizei Dresden, die von einem „tollen Fahndungserfolg“ sprechen, hatten die Identität des Georgiers überprüft und festgestellt, dass er von der Ausländerbehörde in Essen gesucht wurde und zur Fahndung ausgeschrieben war.

Die Bundespolizisten nahmen den 51-Jährigen fest. Weitere Recherchen brachten einen zweiten Reisepass ans Licht, in dem ein anderer Name eingetragen war. Für die Bundespolizei war das Anlass für eine akribische Recherche, die 43 weitere Personalien des Mannes zutage förderte.

Unter den falschen Namen hatte der Mann verschiedene Straftaten begangen, darunter Wohnungseinbrüche und Diebstähle. Zwölf Mal hatte der Mann zwischen 1997 und 2018 wegen diverser Diebstähle mit der Polizei zu tun. Vier Mal war er bereits aus Deutschland abgeschoben worden. Ein Asylfolgeverfahren hatten die deutschen Behörden im April dieses Jahres letztmalig für ihn abgelehnt. Eine gegen ihn verhängte und für fünf Jahre geltende Einreisesperre ignorierte der 51-Jährige erfolgreich und kehre nach Deutschland zurück – wohl um einen neuerlichen Asylantrag zu stellen. Stattdessen ging es nun für ihn zum Haftrichter vor das Amtsgericht Pirna.

Knirps sperrt Eltern aus

Polizei und Feuerwehr mussten am 3. August in Kamenz zu einem Einsatz der besonderen Art ausrücken: Die Einsatzkräfte befreiten ein Elternpaar, das vom eigenen zweijährigen Sohn auf dem Balkon ausgesperrt worden war.

Während sich die Eltern auf dem Balkon aufhielten, schloss der Sohnemann laut Polizeiangaben die Tür – und schob einen Riegel davor. Trotz guten Zuredens habe sich der Kleine nicht erweichen lassen, seine Eltern wieder in die Wohnung zu lassen. Den Eltern blieb nichts anderes übrig, als den Notruf zu wählen. Den Einsatzkräften der Polizei und der Feuerwehr gelang es schließlich, die Wohnungstür zu öffnen und die Eltern aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

Hund ohne Herrchen

Am 9. August haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel einen tierischen Fund gemacht: Ein herrenloser Hund, wahrscheinlich ein Beagle-Jack-Russel-Mix, saß in unmittelbarer Nähe des Dienstgebäudes in Bad Gottleuba-Berggießhübel. Die Beamten versorgten den Hund zunächst mit Wasser und begaben sich dann auf die Suche nach dem Besitzer. Zur weiteren Betreuung wurde der Mischling an den Tierschutzverein Pirna übergeben.

Dem zugelaufenen Wildfang fiel es nicht schwer, neue Freunde in Uniform zu finden. Quelle: Bundespolizei

Hanfplantage auf dem Balkon

Eine richtiggehende Marihuanaplantage haben Dresdner Polizisten in der Nacht zum 14. August auf einem Balkon in Dresden-Johannstadt entdeckt. Anwohner hatten den Beamten den Tipp gegeben, dass der Mieter der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Blasewitzer Straße unter freiem Himmel ungewöhnliche Gewächse züchtet.

Daraufhin machten sich die Beamten auf den Weg. Mehr als 40 Marihuanapflanzen mit bis zu 80 Zentimetern Wuchshöhe entdeckten die Polizisten bei der folgenden Hausdurchsuchung. Außerdem hatte der 38-jährige Mieter mehrere Setzlinge gezogen. Zudem stellten die Polizisten geerntete und getrocknete Hanfblüten sicher.

Polizei haut NPD-Streifen auf die Finger

Der Stadtteil Gorbitz kam über den Sommer immer mehr wegen Gewaltstraftaten in die Schlagzeilen. Das rief die NPD auf den Plan, die im Rahmen einer „Schutzzonen“-Aktion Streife durch den Stadtteil laufen wollte. Im Internet kursierten Bilder, die meist ältere Herren beim Rundgang zeigten – eine Aktion, die mächtig nach hinten losging. Die Polizei zitierte daraufhin den Landesvorsitzenden, Jens Baur, in das Präsidium an der Schießgasse. „Das Gewaltmonopol liegt allein in staatlicher Hand. Auf gar keinen Fall werden wir zulassen, dass selbsternannte Ordnungshüter das Recht in die eigenen Hände nehmen“, sagte der damalige Dresdner Polizeipräsident Horst Kretzschmar. In einer persönlichen Gefährderansprache machten die Ermittler Baur klar, dass bei Feststellung derartiger Gruppierungen alle straf- und polizeirechtlichen Möglichkeiten konsequent ausgeschöpft werden. Eine NPD-Streife wurde seither nicht mehr gesehen.

Plakat wünscht „Merel“ weg

Protest will gelernt sein: In der Nacht zum 7. September ist an der S 101 zwischen Schönbrunn und Taschendorf ein Plakat aufgetaucht, das bei Betrachtern für Lacher sorgte. Mit der Rechtschreibung hat der Urheber wohl so seine Probleme. „Merel muss weg“ prangte auf dem zwei Meter breiten und 1,50 Meter hohen Banner, das an einem Strommast inmitten eines Ackers befestigt war. Kritik an der Kanzlerin oder Privatfehde auf dem Land? Man weiß es nicht. Der Besitzer des Strommastes räumte dann erst mal das Plakat und nicht „Merel“ weg.

Ohne Worte. Quelle: Rocci Klein

Betrunken zur Polizeiwache

Im Alkoholrausch wollte ein 44-Jähriger am 20. November eine Unfallflucht und einen Schaden an seinem Wohnmobil in der Radeberger Wache anzeigen. Ein entgegenkommender Transporter habe auf der Straße zwischen Großröhrsdorf und Pulsnitz seinen Außenspiegel touchiert und 300 Euro Schaden angerichtet. Anschließend sei der Unfallgegener einfach weitergefahren. Den Beamten fiel bei diesen Ausführungen der Alkoholgeruch des Mannes auf. Sie baten zu einem Atemtest, mit einschlägigem Ergebnis: 1,54 Promille. Jetzt ist der Mann seinen Führerschein los.

Mit Mühe gelang es den Beamten, die entlaufenen Zebras wieder einzufangen. Quelle: Tino Plunert

Entlaufene Zebras am Landtag

Mehrere entlaufene Zebras haben am 17. Dezember vor dem Sächsischen Landtag für Aufregung gesorgt. Die sechs schwarz-weiß Gestreiften waren am Vormittag aus dem Dresdner Weihnachtscircus ausgebüxt. Zwei Zebras kehrten freiwillig in ihren Stall zurück. Vier stromerten an der Elbe herum und riefen die Polizei auf den Plan. Die Beamten verfolgten die Tiere in sieben Streifenwagen und zu Pferde. Für ein Zebra offenbar zu viel, es starb kurz nachdem es eingefangen werden konnte. Die Beamten vermuten, dass es zu viel Stress erlitt.

Die drei restlichen Zebras konnten anderthalb Stunden nach dem ersten Hinweis zurück in den Zirkus gebracht werden. Der hatte ihr Fehlen erst nach dem Hinweis auf entlaufende Exemplare bemerkt und durchgezählt. Ein Polizist wurde verletzt. Ein Zebra hatte zugetreten.

Von Uwe Hofmann