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Polizeiticker Fahrzeug der Baufirma Hentschke brennt– politisch motivierte Tat?
Dresden Polizeiticker Fahrzeug der Baufirma Hentschke brennt– politisch motivierte Tat?
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14:03 15.11.2019
Bereits zum zweiten Mal ist ein Fahrzeug der Baufirma „Hentschke“ in Brand gesetzt worden. Quelle: Roland Halkasch
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Dresden

In der Nacht zu Freitag haben unbekannte Feuerteufel auf der Holzhofgasse gezündelt. Bisherigen Erkenntnissen zufolge setzten die Unbekannte lediglich ein Fahrzeug, bei dem es sich um den Wagen der Baufirma „Hentschke Bau GmbH“ handeln soll, in Brand. Das Feuer breitete sich aus und griff auf drei weitere, in der Nähe geparkte Autos über. Die Kameraden der Berufsfeuerwehr Wache Albertstadt bändigten die Flammen. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 50.000 Euro. Wann genau das Feuer ausgebrochen ist, ist noch unklar, ebenso wie das Motiv der Täter.

Politisches Zeichen?

Ein politisch motivierter Hintergrund der Tat kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die Firma hatte im Jahr 2017 nach Angaben des Rechenschaftsbericht der politischen Parteien des Deutschen Bundestages 19.500 Euro an die Partei Alternative für Deutschland (AfD) gespendet.

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Bereits in der vergangenen Woche hatte schon einmal Fahrzeuge derselben Baufirma gebrannt. Am 5. November legten Unbekannte an mehreren Stellen auf dem Betriebsgelände des Unternehmens in Bautzen Feuer, unter anderem zündeten sie einen Bagger und eine Sattelzugmaschine an. Und im August hatten sich Autonome zum Brandanschlag auf dem Gelände des JVA-Neubaus in Zwickau bekannt und angegeben, sie wollten damit gegen den Geschäftsführer der Firma Hentschke protestieren. In diesen Fällen ermittelt das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des LKA Sachsen.

„Soko LinX“ lobt 160.000 Euro für Hinweise aus

Ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten im August, am 5. November und in der Nacht zum heutigen Freitag gibt, wird derzeit von der Polizei geprüft.

Auch in Leipzig haben in der vergangenen Zeit immer wieder Fahrzeuge einer Immobilienfirma gebrannt. Das ermittelnde LKA geht davon aus, dass linke Aktivisten dafür verantwortlich sind. Eine neue Dimension bekamen die Anschläge, als Anfang November eine Mitarbeiterin der Firma in ihrer Wohnung angegriffen wurde.

Als Reaktion auf die verstärkten Attacken wurde eine neue Sonderkommission Linksextremismus Leipzig „Soko LinX“ gegründet. Sie soll sich jedoch nicht nur mit den Taten in Leipzig befassen. Deshalb hat sie nun insgesamt 160.000 Euro für Hinweise zu verschiedenen Taten ausgelobt.

Die Linke: Kein Verständnis für Anschlag

Nachdem mutmaßlich politisch motivierten Brand hat sich der Dresdner Stadtrat Tilo Wirtz (Die Linke) geäußert und sich klar zu dem Anschlag positioniert: „Auch wenn einem die Geschäftspraktiken und die Qualität der Projekte nicht passen oder einer der Geschäftsführer einer betroffenen Firma sich politisch rechtsextrem positioniert hat und politisch eher krude Verschwörungstheoretikern ein Podium bietet, es gilt jedenfalls trotzdem: „Keine Gewalt!“. Er verurteile solche Anschläge deshalb auf das entschiedenste, denn solche kriminellen Handlungen würden Auseinandersetzungen im politischen Raum nur erschweren.

„Das ist keine politische Meinungsäußerung, sondern Terrorismus“, sagte der Bautzener CDU-Landtagsabgeordnete Marko Schiemann der Deutschen Presse-Agentur. Er fordert eine Aufstockung polizeilicher Maßnahmen. Schiemann hatte am Freitag die betroffen Firma kontaktiert: „Die Arbeiter sind verunsichert. Es geht an die Existenz eines Unternehmens, wenn ständig Betriebsfahrzeuge angezündet werden. Das kann sich ein Staat nicht bieten lassen.“

Von RND/DNN/isc

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