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Polizeiticker Attacke auf Lehrer an Dresdner Schule
Dresden Polizeiticker Attacke auf Lehrer an Dresdner Schule
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17:27 21.03.2019
Quelle: dpa
Dresden

An der 107. Oberschule in Dresden hat es eine gewalttätige Attacke auf einen Lehrer gegeben. Die Polizei bestätigte jetzt auf DNN-Anfrage die Tat, die sich bereits am 14. März ereignet hatte.

Der Polizei liege dazu eine Anzeige vor, erklärte der Sprecher der Polizeidirektion Dresden, Marko Laske. Demnach versuchte am 14. März gegen 12.20 Uhr ein bislang unbekannter Mann, das Gebäude der 107. Oberschule an der Hepkestraße in Striesen zu betreten. Als er durch einen Lehrer daran gehindert wurde, habe er mehrmals auf diesen eingeschlagen. Angaben zur möglichen Herkunft des Tatverdächtigen oder seinem Alter machte die Polizei nicht. Bislang beschränke sich die Beschreibung auf „rund 20 Jahre und dunkle Haare“. Einen belastbaren Rückschluss auf die Herkunft erlaube das nicht.

Rettungsdienst und Polizei im Einsatz

Der 35-jährige Pädagoge wurde nach Polizeiangaben bei dem Angriff leicht verletzt. Er kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Zu seinem aktuellen Gesundheitszustand lägen der Polizei keine Informationen vor. Die Schule hatte nach dem Vorfall Polizei und Rettungsdienst alarmiert, sowie das Ministerium von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) informiert.

Die Polizei ermittle wegen Körperverletzung. In diesem Zusammenhang seien bereits Zeugen befragt und Umfeldermittlungen erfolgt. Zu den Hintergründen der Tat lägen noch keine Erkenntnisse vor. Über den Vorfall sei die Öffentlichkeit bislang nicht informiert worden, weil es bei täglich etwa 400 Vorgängen im Bereich der Polizeidirektion faktisch nicht möglich sei, über alles in Gänze zu berichten.

Schulleiter und Schulbehörde zurückhaltend

Die Schule und das Landesamt für Schule und Bildung (Lasub) äußerten sich nur sehr zurückhaltend. Schulleiter Klaus-Peter Müller bestätigte lediglich ein Vorkommnis und verwies auf die Schulbehörde des Freistaats. Im Lasub hieß es, der Vorfall werde derzeit durch Polizei und Schulleitung intensiv bearbeitet, nähere Auskünfte könnten deshalb nicht erteilt werden.

Nach DNN-Informationen wurde ein Schüler bis zur Klärung des Vorgangs „vorläufig ausgeschlossen“. Er soll nach der Darstellung innerhalb der Schule mit zwei schulfremden erwachsenen Personen versucht haben, die Schule zu betreten. Der aufsichtführende Lehrer habe den Zutritt verwehrt. Daraufhin sei er von einer der schulfremden Personen angegriffen worden und hingefallen. Am Boden habe sich die Auseinandersetzung fortgesetzt.

Rolle eines Schülers unklar

Laut Polizei betrat zwar kurz vor der Tat ein Schüler das Gebäude. Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand stehe dies aber „nicht im Zusammenhang mit der Körperverletzung“.

Die Schule hat inzwischen ihre Aufsichtsplanung verändert, die Kinder wurden offiziell über den Vorfall informiert. Für Schüler und Lehrer soll es Präventivangebote für Konfliktmanagement und Zivilcourage geben.

Beim Lasub hieß es, die Formen der bereits erfolgenden präventiven Maßnahmen würden gemeinsam mit der Schule auf ihre Wirksamkeit zu prüfen sein und gegebenenfalls erweitert. Darüber hinaus seien weiterführende Unterstützungsmöglichkeiten mit der Schule zu besprechen und umzusetzen. Erste Überlegungen seien bereits in der Erörterung.

Polizei: Keine besonderen Auffälligkeiten

Die Schule wurde nach Vorfällen in der Vergangenheit bereits in Misskredit gebracht. Die AfD im Landtag verpasste der Einrichtung im Oktober 2018 das Etikett „Problem-Oberschule“ und „Krisenherd“ und verwies unter Bezug auf eine kleine Anfrage an die Staatsregierung darauf, dass die Polizei seit 2013 zu 33 Einsätzen an der Schule „anrücken“ musste.

Im Landesamt für Schule und Bildung hieß es, bei dem aktuellen Vorfall gebe es nach derzeitigem Erkenntnisstand keine Verbindung zu früheren Ereignissen. Auf die Frage, ob die Schule ein besonderer Brennpunkt für solche Vorfälle sei, antwortete Polizeisprecher Laske: „Aus Sicht der Polizei liegt keine besondere Auffälligkeit vor.“

Von Ingolf Pleil

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