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Lokales Per App auf Entdeckungsreise zu den grünen Flecken in Dresden
Dresden Lokales Per App auf Entdeckungsreise zu den grünen Flecken in Dresden
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12:15 20.10.2019
Mit Hilfe der „meinGrün“-App soll man für verschiedene Freizeitaktivitäten den oder die optimalen grünen Ort(e) in Dresden finden. Quelle: IÖR
Dresden

Dresden hat viele schöne grüne Ecken. Doch wer kennt sie schon alle und weiß, was sie alles bieten? Eine kostenfreie Web-App soll dabei helfen, per Smartphone, Tablet, Laptop oder PC für verschiedene Freizeitaktivitäten den oder die optimalen grünen Ort(e) in der Stadt zu finden.

Zudem wird sie den Weg weisen, wie man am besten zu Fuß oder per Rad zum Ziel kommt. Die Vorschläge sollen erkennbar machen, ob der jeweilige Weg sehr grün, sonnig oder eher schattig ist, ob man mit viel Verkehrslärm zu rechnen hat, oder ob die vorgeschlagene Route eher durch verkehrsberuhigte Gefilde führt.

Entwicklung von Grünflächen durch Likes und Kommentare

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille, sprich des Nutzens. Denn die „meinGrün“-App soll zugleich Daten generieren, die allgemein zugänglich werden und der Stadt bei der Entwicklung der Grünflächen helfen.

Das geschehe zum einen durch die Bewertungen und Kommentare, die die App-Nutzer abgeben können. Zum anderen werde es möglich sein, anhand der ausgewählten Aktivitäten und in diesem Zusammenhang gewünschter Kriterien, die der Ort erfüllen soll, statistische Auswertungen zu treffen.

Also für welche Aktivitäten welche Grünfläche besonders genutzt werde, wie sie überhaupt frequentiert sei, welche Wege die Nutzer in Kauf nähmen, um zu bestimmten Grünflächen zu gelangen und anderes mehr, sagen Kerstin Krellenberg und Robert Hecht. Beide sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Dresden (IÖR) und haben den Hut für die Entwicklung der „meinGrün“-App auf. Verwendet würden dafür aber keine privaten Daten der Nutzer. Die müssten sich auch für die App nicht registrieren, sagt Kerstin Krellenberg.

Pilottest in Dresden

Insgesamt sieben Partner sind an der Web-App-Entwicklung beteiligt. Neben dem IÖR handelt es sich um das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen, das Institut für Kartographie der Technischen Universität Dresden, das Geographische Institut der Universität Heidelberg, ein Planungsbüro aus Hamburg, eine IT-Firma aus Karlsruhe und Vertreter der Internetplattform „mundraub“.

Das 1,72 Millionen Euro teure Projekt wird zu 83 Prozent vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Zweieinhalb Jahre Zeit hat das Team, um die App zu „bauen“, zu testen und nutzungsfähig zu machen. Ein Jahr ist vorbei. Die Betaversion kam am 17. Oktober in Dresden in den Praxistest. Am 26. Oktober ist Heidelberg an der Reihe. Das sind die beiden Pilotstädte, in denen die App zuerst nutzbar sein soll.

Offizieller Startschuss im Frühling 2020

Der Aufwand ist groß. Denn um den App-Nutzern die richtigen Empfehlungen geben zu können, müssen erst einmal jede Menge Daten zusammengetragen, aus vorhandenen Informationsquellen extrahiert und aufbereitet werden. Dafür würden auch neue Algorithmen entwickelt, so Robert Hecht. „Und wir müssen natürlich Regeln definieren, wann eine Fläche für bestimmte Aktivitäten geeignet ist und wann nicht“, ergänzt Kerstin Krellenberg. „Denn wir können ja keinen zum Fußballspielen auf den Friedhof schicken. Spazierengehen und ein Buch lesen kann man dort aber schon.“

Grundlage der App sind unter anderem öffentlich zugängliche Daten und Satellitenbilder aus dem Copernicus-Programm der Europäischen Weltraumorganisation, Geodaten der Stadt sowie Informationen von Social-Media-Plattformen – besonders Instagram, Flickr und Twitter.

Im Frühling 2020 wird die App dann soweit sein, dass sie öffentlich genutzt werden kann. Dann will das Projektteam die Werbetrommel rühren, um möglichst schnell viele Nutzer zu finden. Und es hat die Hoffnung, dass die Städte das Potenzial sowie den Mehrwert für sich entdecken und die App oder Teilkomponenten davon dauerhaft übernehmen.

Von Catrin Steinbach

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