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Lokales Zum Parkbahnstart erste Maßnahmen zum Kinderschutz
Dresden Lokales Zum Parkbahnstart erste Maßnahmen zum Kinderschutz
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12:38 03.05.2017
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Archivbild  Quelle: Archiv
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Dresden

 Trotz der im Raum stehenden Vorwürfe des Kindesmissbrauchs bei der Dresdner Parkeisenbahn werden die Züge auch 2017 ihre Runden durch den Großen Garten drehen. Eröffnung der 68. Fahrsaison ist am 9. April. Allerdings werde der Schlösserbetrieb mit Beginn der Fahrsaison 2017 „mit neuen Maßnahmen alles dafür tun, dass sich vergleichbare Fälle nicht wiederholen können“, kündigt Christian Striefler, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, an. Dazu sei eine Kommission eingesetzt worden, der neben Heike Mann von „Shukura“ und Rechtsanwalt Thomas Giesen auch Joachim Breuninger, der Direktor des Verkehrsmuseums, angehören. Zudem soll in diesem Zusammenhang auch „die strukturelle Aufstellung der Parkeisenbahn überprüft werden“.

 Die Dresdner Parkeisenbahn kam im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen, nachdem der sexuelle Missbrauch eines Jungen publik geworden war. Mittlerweile ist von vielen weiteren Fällen die Rede. Christian Striefler, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH (SBG), beauftragte mit Rechtsanwalt Thomas Giesen einen externen Sachverständigen, um die Missbrauchsfälle an der Parkeisenbahn zu untersuchen. Zudem wurde Anzeige wegen des Verdachts der Vertuschung einer Straftat erstattet (DNN berichteten). Eine weitere Maßnahme ist die Erarbeitung eines Kinderschutzkonzeptes bei der Parkeisenbahn. Dafür wurde „Shukura“ als Partner gefunden. Dabei handelt es sich um eine Fachstelle der Arbeiterwohlfahrt, die sich der Prävention sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen widmet. „Das Kinderschutzkonzept wird nun in den folgenden Jahren aufgebaut“, so Striefler.

Von cat.

Hinweis der Redaktion: Der auf dem ursprünglichen Artikelbild abgebildete Mitarbeiter hat mit den hier thematisierten Vorfällen nichts zu tun. Die Auswahl des Bildes erfolgte zufällig.