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Lokales Zugtausch bei der Länderbahn: Fahrgäste müssen vorübergehend enger zusammenrücken
Dresden Lokales Zugtausch bei der Länderbahn: Fahrgäste müssen vorübergehend enger zusammenrücken
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12:15 23.08.2019
Bisher ist die Länderbahn mit Triebwagen vom Typ Desiro unterwegs. Die Flotte wird nun durch eine weitere Gattung ergänzt. Quelle: Archiv/Uwe Menschner
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Dresden

Bahnreisende von Dresden in Richtung Oberlausitz müssen umdenken: Neben den bisher gewohnten Dieseltriebwagen vom Typ Desiro will das Unternehmen auf den Strecken nach Görlitz und Zittau künftig auch Modelle der Reihe Regio Shuttle fahren lassen. Die deutlich kompakteren Fahrzeuge sollen ab Dezember ohnehin die Fahrzeugflotte im Netz zwischen Landeshauptstadt und Oberlausitz ergänzen – werden vereinzelt aber sogar bereits ab 1. September zum Einsatz kommen.

Die Triebwagen werden zunächst auf einzelnen Verbindungen die Desiro-Züge ersetzen. Konkret betrifft das den Regionalexpress montags bis freitags ab 7.21 Uhr von Zittau nach Dresden (Ankunft 8.48 Uhr) und den Zug von Dresden ab 9.08 Uhr in Richtung Liberec. Statt der beiden aneinander gekoppelten Desiro-Triebwagen werden zwei Regio-Shuttle in Doppeltraktion eingesetzt. Zudem wird bei der Verbindung von Zittau (Abfahrt 6.33 Uhr) nach Dresden (Ankunft 8.20 Uhr) nur noch ein Desiro-Triebwagen fahren statt wie bisher zwei. Die Fahrgäste müssen in den genannten Verbindungen also enger zusammenrücken.

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Hintergrund ist der planmäßig für eine befristete Zeit vorgesehene Einsatz einiger Desiro-Züge in einem anderen Netz außerhalb Sachsens, heißt es von der Länderbahn. Das Unternehmen verweist dabei auch auf die besonders späte Erteilung des Zuschlags für die Fortführung des Betriebs in Ostsachsen über Dezember 2019 hinaus. Der Entscheidung war ein juristisches Tauziehen mit der Deutschen Bahn vorausgegangen (DNN berichteten mehrfach). Das führe nun zu einer vorübergehenden außerordentlichen Belastung der Flotte.

Durch die Änderungen im Betriebsablauf sollen Störungen vermieden werden. Die Länderbahn kündigt aber an, versuchen zu wollen, die Kapazitätsanpassungen auf ein Minimum zu begrenzen. Es sei davon auszugehen, dass die aufgelisteten Änderungen nur bei Bedarf angewendet werden und eine tagesaktuelle Verstärkung der Verbindungen möglich ist.

Von seko