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Lokales Züge auf Dresdner Nebenstrecken rollen überall wieder nach Fahrplan
Dresden Lokales Züge auf Dresdner Nebenstrecken rollen überall wieder nach Fahrplan
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15:59 28.02.2020
Die Triebwagen der Städtebahn sind wieder auf allen Teilen des Nebennetzes in und um Dresden unterwegs. Weil jedoch noch nicht alle zur Verfügung stehen, muss der neue Betreiber der Verbindungen weiterhin auf angemietete Fahrzeuge setzen. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Mehr als ein halbes Jahr nach der Insolvenz der Städtebahn Sachsen rollen ab dem 2. März auf den Nebenstrecken im Dresdner Umland überall wieder Züge. Zu Be­ginn der Woche sind die Triebwagen der Mitteldeutschen Regiobahn (MRB) nun nach längerer Pause auch zwischen Neustadt und Sebnitz unterwegs. Das Unternehmen der Transdev-Gruppe hatte das Nebennetz der Städtebahn nach ei­ner Notvergabe im Oktober übernommen. Allerdings werden in den nächsten Wochen auch weiterhin Fahrzeuge aus Fuhrparks anderer Bahnunternehmen die Flotte der MRB verstärken.

Mit der Notvergabe des Netzes im Herbst hatte die Regiobahn auch 16 Triebwagen der Städtebahn übernommen. Das Netz umfasst ne­ben den Strecken von Dresden nach Königsbrück und nach Kamenz auch die Verbindungen von Heidenau nach Altenberg und von Pirna über Neustadt nach Sebnitz. Allerdings konnte die MRB nicht von Beginn an alle der dort bisher rollenden Dieseltriebwagen einsetzen, weil wichtige Reparaturen und Instandsetzungen ausstanden. Deshalb ersetzten über Wochen auf einigen Strecken Busse die Züge.

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Noch immer nicht alle der 16 Triebwagen einsetzbar

Im Dezember hatten sich die Verantwortlichen von der Mitteldeutschen Regiobahn und des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) schließlich gemeinsam auf einen verbindlichen Plan zur Wiederaufnahme des Verkehrs auf allen Linien des Netzes verständigt. „Die Transdev Regio Ost entwickelte in enger Abstimmung mit dem VVO ein umfassendes Konzept, bestehend unter anderem aus Maßnahmen für eine zügigere Reparatur und Instandhaltung, der Zuführung weiterer Fahrzeuge aus der Transdev-Gruppe sowie der Anmietung eines zusätzlichen Wagenparks“, sagt Christian Glück von Transdev. So sei die schrittweise Wiederaufnahme des regulären Betriebs auf den Linien nach Königsbrück bis 20. Januar und von Pirna über Neustadt nach Sebnitz bis 2. März sichergestellt worden, heißt es von der Regiobahn.

Allerdings können die Verantwortlichen auch in den kommenden Wochen noch immer nicht alle der 16 Triebwagen einsetzen. Wie der VVO und die MRB in einer gemeinsamen Mitteilung informieren, steht bei acht Dieseltriebwagen ein aufwendiger und zeitintensiver Wechsel der Radsätze an. Deswegen müsse auch weiterhin auf Schienenfahrzeuge anderer Unternehmen zurückgegriffen werden – darunter auch der bei vielen Reisenden beliebte historische Zug der Pressnitztalbahn mit Waggons der früheren Deutschen Reichsbahn und Deutschen Bundesbahn.

Der Zug der Pressnitztalbahn wird in jedem Fall noch bis 13. März auf der Strecke nach Kamenz im Einsatz sein, erklärte VVO-Sprecher Christian Schlemper. Über ei­nen weiteren Einsatz müsse im Anschluss entschieden werden. Das sei auch abhängig davon, wie schnell die Dieseltriebwagen wieder verfügbar sind.

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Von Sebastian Kositz