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Lokales Kult-Zigarette „f6“ kommt nicht mehr aus Dresden
Dresden Lokales Kult-Zigarette „f6“ kommt nicht mehr aus Dresden
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15:50 30.07.2019
„f6“-Produktion in Dresden. Seit Juni läuft die Zigarette in Polen und Tschechien vom Band. Quelle: Archiv
Dresden

Sie hat auch 30 Jahre nach der Wende noch ihre Fans: die Ost-Zigarette „f6“. Ein ostdeutsches Produkt ist die Kult-Zigarette aber seit Juni dieses Jahres nicht mehr. Die Produktion wurde in die Werke nach Krakau in Polen und Kutná Hora nach Tschechien verlagert. Das bestätigte jetzt ein Sprecher von Philip Morris in München.

Der US-Tabakriese hat den VEB Vereinigte Zigarettenfabrik Dresden 1990 übernommen und produziert seither an der Elbe. Grund für die Verlagerung nach Polen und Tschechien sei eine neue EU-Richtlinie. Sie schreibt einen Trackingcode auf der Verpackung vor, der fälschungssicher ist und anhand dessen nachvollzogen werden kann, wo die Ware produziert wurde, sagt Volker Winkler von Philip Morris Deutschland. Technologisch sei das Aufbringen dieses Codes in Dresden nicht machbar. Man hätte umrüsten müssen. Das sei wirtschaftlich nicht sinnvoll, so der Sprecher gegenüber LVZ.de.

Für das Werk in Dresden bleibt laut Winkler die Verlagerung aber ohne negative Folgen. Die mit der Herstellung der „f6“ betrauten Mitarbeiter – „sieben von 300“ – würden in Dresden jetzt andere Aufgaben wahrnehmen. Von der Gesamtproduktion habe die Fertigung der Kult-Zigarette nur noch fünf Prozent ausgemacht. Der Standort ist seit geraumer Zeit für die Herstellung und Verpackung von losem Tabak, in Fachkreisen Dreh- und Stopf-Tabak genannt, zuständig und beliefere den Weltmarkt.

Im Juni 2017 hatte Philip Morris angekündigt, 320 Millionen US-Dollar in eine neue Fabrik in Dresden investieren zu wollen. Ursprünglich sollten in diesem Jahr rund 500 Beschäftigte Tabaksticks für das elektrische Tabak-Erhitzersystem IQOS produzieren. Im vergangenen Sommer wurden die Bauarbeiten allerdings gestoppt. „Sie pausieren derzeit“, so ein Sprecher. Die Pläne für das neue Werk bestehen zwar weiterhin, die Zukunft ist allerdings offen. „Das hängt davon ab, wie sich der Markt weiterentwickelt.“

Wegen der sinkenden Nachfrage nach Zigaretten hatte der Konzern bereits in Juni angekündigt, die Produktion am größeren Standort von Philip Morris in Berlin zum Jahreswechsel einzustellen. Die Industrie sei derzeit von „erheblicher Überkapazität“ geprägt, hieß es. Im Werk in Berlin arbeiteten über 1000 Mitarbeiter, einige wenige davon sollen ins Werk nach Dresden und an den Sitz von Philip Morris Deutschland nach Gräfelfing im Landkreis München verlagert werden. Mit dem Betriebsrat werde über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan verhandelt.

Von Andreas Dunte

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