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Lokales Zieht der Beatpol ins ehemalige tjg-Gebäude in Cotta?
Dresden Lokales Zieht der Beatpol ins ehemalige tjg-Gebäude in Cotta?
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13:15 12.09.2019
Seit dem Umzug ins Kraftwerk Mitte steht das alte Gebäude des „Theaters Junge Generation“ leer. Quelle: DNN-Archiv
Dresden

Wo früher fröhliches Kinderlachen zu hören war, ist Ruhe eingekehrt. Das Gebäudeensemble in Cotta wirkt verlassen. Wenig deutet darauf hin, dass sich hier früher ein viel besuchtes Kinder- und Jugendtheater befunden hat. Seit drei Jahren liegt alles brach. Das soll sich ändern. Die Stadt kündigt bis Ende des Jahres ein Konzept an.

Die Geschichte: Wie alles begann

1895/96 wurde an der Meißner Straße das „Ballhaus Constancia“ errichtet. Der Saal bot fast 1000 Plätze für Konzerte und Tanzveranstaltungen. Nach 1945 war das „Constancia“ eines der wenigen erhaltenen großen Säle in der von Krieg zerstörten Stadt. 1950 zog das Theater Junge Generation (tjg) in das Gebäude. Seit Dezember 2016 hat das Kinder- und Jugendtheater seine Spielstätte im Kraftwerk Mitte. Das ehemalige „Constancia“ steht seitdem leer.

Der Beschluss: Kehrtwende im Herbst 2016

Mit dem Beschluss zum Ausbau des Kraftwerks Mitte legte der Stadtrat 2010 fest: Die Liegenschaften von Staatsoperette in Leuben und tjg in Cotta werden verkauft. Der Erlös dient zur Finanzierung der Kulturbaustelle. 2016 die Rolle rückwärts: Im November beschloss der Stadtrat: Die Stadt behält die Liegenschaften und legt Nutzungskonzepte vor.

Viele Ideen: Warten auf den Durchbruch

Ideen gab es viele für die Liegenschaft in Cotta. Platz für das Dynamo-Fanprojekt zum Malen der Transparente, Lager- und Archivräume für das Städtische Klinikum, Wohnungen für die Gastregisseure und -schauspieler des tjg. Nur: Umgesetzt wurde keine.

Der Lichtblick: Das Konzept für die Kulturhauptstadt

Die Kulturhauptstadtbewerbungbringt wieder Bewegung in die Sache. „Zentrum für zeitgenössische Musik“ steht im Konzept von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Direkt neben der Robotron-Kantine. „Eine Nachnutzung der historischen Bausubstanz zu musikkulturellen Zwecken ist unter funktionalen und lagebedingten Gesichtspunkten naheliegend“, formuliert Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke).

Heißt: Der Saal soll für Rock- und Popkonzerte genutzt werden. Weil es keine Nachbarn gibt, die davon gestört werden könnten. Bis Ende des Jahres soll ein Nutzungs- und Betreiberkonzept vorliegen. In enger Abstimmung zwischen dem Amt für Hochbau, der Immobilienverwaltung und dem Amt für Kultur und Denkmalschutz.

Die Entspannung: Größerer Saal, kein Wohngebiet

Ein Nutzer des „Zentrums für zeitgenössische Musik“ soll der Beatpol werden. Der Club befindet sich im Saal des ehemaligen Gasthofs Briesnitz nur fünf Minuten Fußweg vom Theatergebäude entfernt. Mitten in einem Wohngebiet. Der Beatpol könnte seine Besucherkapazität deutlich vergrößern.

Die Kosten: Ein noch offenes Problem

Welche Umbaukosten anfallen, steht noch nicht fest. Ende des Jahres soll dem Stadtrat eine Vorlage mit Bau- und Betriebskosten vorgelegt werden. Auch ein Terminplan ist in Arbeit.

Abriss und Verwaltung: Die anderen Gebäude

Für mehrere Nebengebäude prüft die Verwaltung den Abriss. Auch das ehemalige Werkstättengebäude wird nicht erhalten. „Das ist unter wirtschaftlichen Aspekten nicht vertretbar“, heißt es aus dem Bereich von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen).

Das im Eingangsbereich stehende ehemalige Verwaltungsgebäude des tjg wird weiter für Verwaltung genutzt – für Bereiche der Stadtverwaltung, die wegen Sanierungen ausgelagert werden. Zum Beispiel einzelne Bereiche des Ortsamts Cotta während der Sanierung des Rathauses Cotta.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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