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Lokales Zickenkrieg vorm „Zock Up“ in Prohlis wird ein Fall fürs Gericht
Dresden Lokales Zickenkrieg vorm „Zock Up“ in Prohlis wird ein Fall fürs Gericht
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14:13 21.02.2019
Der Richter stellte das Verfahren ein. Quelle: dpa/Uli Deck
Dresden

Ein üblicher Abend im „Zock Up“ auf der Herzberger Straße in Prohlis. Fünf Damen – aufgeteilt in eine Zweier- und eine Dreiergruppe – trinken da ihr Bier und geraten irgendwie aneinander. Es folgen „nette“ Worte und eine Schelle. Das Theater geht auf der Straße weiter. Lautstark werfen sich die ziemlich angetüderten Ladys an den Kopf, was sie von einander halten. Isabel L. haut dann Dennise L. (nicht verwandt und nicht verschwägert, damals verfeindet, heute fast befreundet) eine runter und schubst sie.

Die 27-Jährige – „ich war stark betrunken“ – fällt erst auf ein Auto, dann zu Boden. Ergebnis: eine Beule und ein Kratzer am Hals. Ihre Begleiterin Frau D. wird von den „gegnerischen Damen“ daran gehindert, einzugreifen. Es werden Sanitäter und Polizei bemüht – und die Justiz, denn am Dienstag hatte die Sache ein gerichtliches Nachspiel.

Wer klagt so etwas an?

Isabel L musste sich wegen Körperverletzung, Annett H. und Jenny M. wegen Beihilfe und Nötigung verantworten. Das Trio schwieg eisern und Dennise L. tat sich schwer mit ihrer Aussage. „Wir haben uns ausgesprochen und vertragen uns jetzt“, sagte die 27-Jährige.

Warum es eigentlich zum Streit kam und worum es ging, weiß sie nicht mehr so richtig. „Es ging um Frau D., die hatte irgendwie Probleme mit Isabel L. und weil ich mich für Frau D. eingesetzt habe, hat sie mich geschlagen. Ich habe Isabel aber auch vorher provoziert.“

Man schubst oder schlägt niemanden, aber in dem Fall stellt sich wirklich die Frage, wer klagt so etwas an?Muss so ein Zickenkrieg wirklich vor Gericht? Schlimm genug, dass der Streit der „blauen Damen“ Polizisten und Mediziner beschäftigt hat. Der Richter stellte das Verfahren ein, Isabel L., die ja wirklich hingelangt hatte, muss 100 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Fröhlich schwatzend verließen „Opfer“ und Täterinnen“ gemeinsam den Saal.

Von Monika Löffler

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