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Lokales Zeigt her Eure Schokoladenmädchen
Dresden Lokales Zeigt her Eure Schokoladenmädchen
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13:37 25.03.2018
Diese Flaschenverkleidung im Schokoladenmädchen-Gewand von Joachim Hanke wird in der Ausstellung zu sehen sein. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Ein bisschen ging es am Sonnabend im Dresdner Residenzschloss zu wie in der ZDF-Sendung „Bares für Rares“: Menschen, die ihre Exponate anpreisen, Experten, die ihre Meinung dazu abgeben. Nur verkauft wurde am Ende nichts. Und das war auch so gewollt. Bei den präsentierten Objekten handelte es sich um Stücke, die schon bald eine Ausstellung rund um das berühmte „Schokoladenmädchen“ von Jean-Etienne Liotard bereichern sollen.

Für die Ausstellung „Schokoladenmädchen“ in der Gemäldegalerie suchen die Staatlichen Kunstsammlungen originelle Exponate mit dem berühmten Motiv. Rund 30 Personen sind diesem Aufruf gefolgt und haben ihre persönlichen Objekte vorgestellt.

Ab dem 29. September soll die Schau in der Gemäldegalerie zu sehen sein. Die Staatlichen Kunstsammlungen hatten im Vorfeld Liebhaber des Pastells dazu aufgerufen, ihre ganz persönlichen Erinnerungsstücke einzureichen. Etwa 30 Personen beteiligten sich an der Aktion und verwandelten den Hans-Nadler-Saal in ein Schokoladenmädchen-Salon – mit Drucken, Figuren, Zeichnungen oder Alltagsgegenständen, die alle Bezug nehmen auf das Werk, das zu den meistreproduziertesten der Gemäldegalerie Alte Meister gehört.

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Eine Jury – bestehend aus Roland Enke, der die Ausstellung kuratieren wird, Stephan Koja, Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister, Tulga Beyerle, Direktorin des Kunstgewerbemuseums, und Igor Jenzen vom Museum für sächsische Volkskunst – machten sich dann an die Arbeit, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ausschlaggebend für sie: Originalität und Ausstellbarkeit.

Am Ende setzten sich Gudrun Vollmer mit einem Porzellan-Service, Antje Roesner mit einer Intarsienarbeit von Helmut Brühl, Dieter Härtel mit einer Grafik und Joachim Hanke mit einer Flaschenverkleidung durch. Die Schokoladenmädchen-Exponate werden nun der Öffentlichkeit im Rahmen der Schau präsentiert. Fünf weitere Objekte sollen in einer Glasvitrine im Kassenbereich der Gemäldegalerie für die Ausstellung werben.

Das „Schokoladenmädchen“ von Jean-Etienne Liotard gehört zu einem der bekanntesten Motive der Kunstgeschichte. Entstanden um 1744 während eines Wien-Aufenthalts des Künstlers erlangte das Werk bereits im 18. Jahrhundert große Berühmtheit. Seither wurde es vielfach kopiert, rezipiert und abgedruckt.

Von Christin Grödel