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Lokales Zastrow fordert vierspurigen Ausbau der Königsbrücker Straße Nord
Dresden Lokales Zastrow fordert vierspurigen Ausbau der Königsbrücker Straße Nord
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13:54 17.10.2018
Knapp 50 000 Fahrzeuge befahren derzeit die Kreuzung. Die Zahl soll in den nächsten Jahren noch steigen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die Dresdner FDP fordert den vierspurigen Ausbau der nördlichen Königsbrücker Straße. „Hier brauchen wir den zweispurigen Ausbau pro Fahrtrichtung durchgängig bis zur Brücke Industriegelände“, sagt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP/FB-Fraktion im Stadtrat. „Nur dann ist der Verkehrszug leistungsstark genug.“ Verantwortliche aus dem Stadtplanungsamt hatten am Montag bei einer Informationsveranstaltung zum Ausbau des Abschnitts Stauffenbergallee bis Fabricestraße auf der Königsbrücker Straße angedeutet, dass der vierspurige Ausbau im weiteren Verlauf der Königsbrücker Straße in Richtung Klotzsche derzeit geprüft werde – offenbar der Grund für Zastrows Äußerungen. Nach bisherigen Vorstellungen soll die wichtige Verbindungsstraße nach Norden dort zweispurig sein, was auch die Alleepflanzungen ermöglichen soll, auf die im südlichen Teil weitestgehend verzichtet wurde.

Der kurze Abschnitt wird vor allem von der Kreuzung der Königsbrücker Straße mit der Stauffenbergallee dominiert. Quelle: Stadt Dresden

Gleichzeitig begrüßt Zastrow das Umbauvorhaben, das noch von Stadtbezirksbeirat und Stadtrat bewilligt werden muss. Im Wesentlichen dreht es sich dabei um die Kreuzung der Königsbrücker Straße mit der Stauffenbergallee. „Der Knotenpunkt muss leistungsstärker werden, vor allem bei dem anhaltenden Wachstum von Einwohnern, Wirtschaft und Arbeitsplätzen in und um Dresden.“ Nur müsse das viel schneller gehen, verlangt Zastrow. Auch, weil er ein „Stauchaos“ vor allem im Berufsverkehr ausgemacht hat. „Aus Sicht meiner Fraktion ist fraglich, ob wir mit dem Ausbau des nördlichen Teils überhaupt noch fünf Jahre warten können. Wir halten die aktuellen Prognosen zum Verkehrsaufkommen sogar noch für zu gering.“ Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz hält einen Umbau der Kreuzung vor 2023 aus verfahrenstechnischen Gründen für unmöglich. Und auch dann hänge ein Baubeginn von vielen Unwägbarkeiten ab – aus seiner Sicht ist an der Königsbrücker Straße Geduld gefragt.

Tunnelidee rasch verworfen

Es sei bedauerlich, dass eine Untertunnelung der Königsbrücker Straße nicht erneut geprüft und vorgestellt wurde, meint Zastrow. Diesen Gedanken habe man sehr wohl geprüft, meinte André Zschoge aus dem Stadtplanungsamt gegenüber ähnlichen Vorwürfen bei der Informationsveranstaltung am Montag. Nur habe man diese Idee rasch verworfen, weil sie noch mehr Platz für Rampen beanspruche, der insbesondere an der Stauffenbergallee im westlichen Teil zwischen Königsbrücker und Rudolf-Leonhardt-Straße wegen der dortigen Spundwände an der Eisenbahnüberführung fehle. Außerdem werfe solch eine Verkehrsführung große Probleme für den Öffentlichen Personennahverkehr auf, der mit zwei Straßenbahnlinien und einer Premiumbuslinie ein Hauptverkehrsträger auf der Kreuzung ist.

Weiterer Diskussionsbedarf deutet sich zur Stauffenbergallee an. Dort müsse „der zweistreifige Ausbau der Stauffenbergallee West als Fertigstellung des Verkehrszuges Waldschlößchenbrücke kommen“, fordert Zastrow. „Wer die Königsbrücker Süd zurückbaut, muss außen die Straßen aufwerten, damit diese den Verkehr auch aufnehmen können. Die Kreuzung und der gesamte Verkehrszug sind dabei von entscheidender Bedeutung.“ Die Planungen in dem Abschnitt gestalten sich wegen der erforderlichen Abstimmung mit der Deutschen Bahn als sehr schwierig, hatte Amtsleiter Koettnitz am Montag gesagt. Er hatte bei der Informationsveranstaltung vor allem Kritik aus Reihen des Fahrradclubs ADFC einstecken müssen, weil ihnen die geplante Kreuzung als zu mächtig erschien. Zastrows Kritik stößt in eine ganz andere Richtung.

Von uh

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