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Lokales Winterflick in Dresden – auf diesen Straßen wird gearbeitet
Dresden Lokales Winterflick in Dresden – auf diesen Straßen wird gearbeitet
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10:34 29.03.2019
n Sachen Winterflick waren Straßenbauer Frank Hegewald (l.) und seine Kollegen am Mittwoch auf dem Omsewitzer Ring (Foto) und Am Steinhübel aktiv. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Der Winterflick hat begonnen. Seit einigen Tagen sind Reparaturtrupps im Stadtgebiet unterwegs, um die Löcher zu verfüllen, die Eis und Frost in Dresdens Straßen gesprengt haben – trotz der derzeit eher winterlichen Witterung. „Wir gehen nicht davon aus, dass noch einmal Frost in Größenordnung kommt, deswegen haben wir bereits angefangen“, sagt Reinhard Koettnitz, der scheidende Leiter des Straßen- und Tiefbauamts.

Auf seinem Tisch haben sich in den letzten Wochen die Schadensmeldungen gesammelt. Sie stammen von den regelmäßigen Befahrungen, die das Straßen- und Tiefbauamt vor allem im Hauptstraßennetz – also auf Bundes-, Staats- und Kreisstraßen sowie auf Straßen mit wichtiger Bedeutung für den Verkehr in der Landeshauptstadt, vor allem Busstrecken, unternimmt. „Es gibt aber auch eine Reihe von Meldungen durch Bürger, die vor allem das Nebenstraßennetz betreffen“, sagt Koettnitz. Alles bewerten Fachleute vor Ort und entscheiden, ob sofort mit Kaltasphalt eine Gefahr gebannt werden muss, oder ob es genügt, die Schadensbeseitigung in den Arbeitsplan der Reparaturtrupps einzuschreiben. Dabei gilt: Kaltasphalt hält je nach Belastung nur eine kurze Dauer, früher oder später muss das so notdürftig verfüllte Schlagloch mit Mastix genanntem Gussasphalt ausgebessert werden.

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Kosten in sechsstelliger Höhe

Noch ist noch nicht klar, wie groß das Loch ausfällt, das der Winter in das Budget von sieben Millionen Euro gerissen hat, das für den Straßenunterhalt bereitsteht. „Es gibt noch keine Gesamtaufstellung, aber ich gehe nicht davon aus, dass es eine siebenstellige Summe wird“, sagt Koettnitz. Das sind gute Nachrichten für die weiteren Pläne im Straßen- und Tiefbauamt. Dort will man mit dem Geld lieber die Straßen durch das Abfräsen und Neuauftragen der Asphaltdecke in Schuss halten, bei denen das wegen des sonst guten Erhaltungszustands Sinn hat. In diesem Jahr ist das unter anderem auf Washingtonstraße, Budapester Straße, Münchner Straße und Karlsruher Straße geplant und soll langfristig verhindern, dass diese Straßen in die Winterschadensstatistik gelangen.

Auch auf der Ostraallee hat der Winter seine Spuren hinterlassen. Schlaglöcher wie dieses werden nun nach und nach beseitigt Quelle: Anja Schneider

Denn dort versammeln sich jedes Jahr mehr oder weniger die selben Sorgenkinder. „In aller Regel sind das Straßen, wo jetzt zwischen die Flicken vom Jahr 2018 und 2017 ein neuer gesetzt werden muss“, sagt Koettnitz. In den nächsten Tagen und Wochen werden Trupps des Regiebetriebs Zentrale Technische Dienste und von extra dafür gebundenen Firmen sich unter anderem die Kötzschenbroder Straße, die Hohendölzschener Straße, die Steinbacher Straße, die Boltenhagener Straße, die Königsbrücker Landstraße, die Radeberger Straße, die Caspar-David-Friedrich-Straße, Gostritzer Straße und Marienberger Straße vornehmen.

Mehr Schneetage – mehr Kosten

Viele dieser Straßen haben laut Koettnitz ihre Lebensdauer überschritten und müssten eigentlich grundhaft ausgebaut werden, um der jährlich auftretenden Probleme Herr zu werden. Abgearbeitet werden die Schadstellen dabei nach einer Prioritätenliste, auf der für den Verkehr besonders bedeutende Straßen ganz oben stehen.

Damit ist zu den Kosten des Winters noch nicht alles gesagt. „Wir können noch nicht sagen, was der Winterdienst gekostet hat“, sagt Koettnitz. Es werde in jedem Fall mehr sein als noch im Winter 2017/18. „Es hat ja doch in diesem Winter einige Schneetage mehr gegeben“, begründet Koettnitz. Wie hoch diese Kosten werden, wird erst im April abgerechnet. „Für den Winterdienst geht der Winter bis Ende März“, sagt der Amtsleiter. Für den Winterflick ist er bereits vorbei.

Von Uwe Hofmann

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