Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Wie Kultusminister Piwarz auf den Angriff an Dresdner Schule reagiert
Dresden Lokales Wie Kultusminister Piwarz auf den Angriff an Dresdner Schule reagiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:16 24.03.2019
Quelle: dpa
Dresden

Sachsens Kultusminister verurteilt jede Form gewalttätiger Auseinandersetzungen an Schulen. „Jeder Fall dieser Art ist inakzeptabel“, erklärte Ressortchef Christian Piwarz (CDU) auf DNN-Anfrage, vor dem Hintergrund der Attacke auf einen Lehrer an der 107. Oberschule Mitte März in Dresden. Zu dem konkreten Fall wollte er sich nicht äußern, da es laufende polizeiliche Ermittlungen gebe.

Am 14. März hatten zwei erwachsene Personen versucht, in der Mittagszeit die Schule zu betreten. Ein Aufsicht führender Lehrer hatte ihnen das verwehrt und wurde daraufhin von einer Person angegriffen und zu Boden geschlagen. Der Lehrer musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung (DNN berichteten).

Christian Piwarz (CDU, Kultusminister von Sachsen. Quelle: dpa/Sebastian Kahnert

Piwarz lasse sich ständig über entsprechende Vorkommnisse an sächsischen Schulen informieren. Bei jedem Ereignis müsse überlegt werden, was getan werden könne. Das könne von Einzelfall zu Einzelfall ganz verschieden sein. Auch Schulen befänden sich in sozialen Umfeldern, die manchmal problembeladen und ein anderes Mal problemlos sein können.

Intensivere Zusammenarbeit mit Polizei

Er habe in der Vergangenheit bereits das Gespräch mit Innenminister Roland Wöller (CDU) gesucht, um darüber zu beraten, wie das Sicherheitsgefühl der Lehrer an Schulen erhöht werden kann, erklärte Piwarz. Dabei gehe es auch um eine „noch intensivere Zusammenarbeit mit der Polizei in der Präventionsarbeit“.

Als einen wichtigen Baustein betrachtet der Kultusminister seine Pläne zur Bildung „multiprofessioneller Teams“ an den Schulen, die er kürzlich vorgestellt hat. Sein Ziel sei es dabei, zusätzliche Fachkräfte aus unterschiedlichen Berufssparten an Schulen zum Einsatz zu bringen. Damit könnten Lehrer entlastet werden, die durch eine heterogener werdende Schülerschaft vor wachsenden Herausforderungen stehen.

So sollen Schulen mit dem Programm „Schulassistenz“ zusätzliches nichtpädagogisches Personal erhalten, wenn sie einen hohen Anteil an Schülern aufweisen, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist. Auch Grund- oder Oberschulen mit einem hohen Anteil an Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf sollen Hilfe erhalten.

Weitere Unterstützung biete das Pilotprojekt „Budgetierung von Lehrerarbeitsvermögen“. In dessen Rahmen wird den Schulen für außerunterrichtliche Projekte fehlendes Lehrerpersonal in Geld ausgezahlt. Mit dem finanziellen Budget können sich Schulen dann externe berufliche Expertise einkaufen – also einen Kantor für den Schulchor oder einen Künstler für eine Kunst-AG. „Auf diese Weise sollen Lehrkräfte entlastet werden, sie können sich damit besser auf das eigentliche Kerngeschäft, den Unterricht, konzentrieren“, hatte Piwarz vor Wochenfrist erklärt.

Von Ingolf Pleil

Wird am Dienstag die neue EU-Urheberrechtsreform verabschiedet? Kommt am Ende gar der Upload-Filter, der alle im Internet veröffentlichten Dinge vorher prüft? Am Samstag wurde in ganz Sachsen dagegen demonstriert. In Dresden beteiligten sich weit mehr als tausend Menschen.

24.03.2019

Immer wieder wird bezweifelt, ob ältere Autofahrer dem dichten Verkehr gewachsen sind. Sie werden für viele Unfälle verantwortlich gemacht. Doch Experten warnen vor schnellen Urteilen.

23.03.2019

Es sollte um deutsches Kulturgut, Tanz und Gesang gehen. Letztlich war es aber doch eine rechte Veranstaltung, zu der „Volkslehrer“ Nikolai Nerling am Samstag auf dem Theaterplatz geladen hatte. Nicht unbedingt überraschend beendete die Polizei das Treiben vorzeitig wegen volksverhetzender Redebeiträge.

24.03.2019