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Lokales Werner Lieberknecht stellt Aktfotografie im Kunstkeller aus
Dresden Lokales Werner Lieberknecht stellt Aktfotografie im Kunstkeller aus
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13:34 14.05.2019
Die Ausstellung zeigt etwa 50 Aufnahmen. Quelle: Werner Lieberknecht
Dresden

So viel Akt hat Werner Lieberknecht bisher nie in einer Ausstellung versammelt. Aktporträts nennt der Fo­tokünstler seine Ar­beiten, die zu ei­nem großen Teil auch im Bildband „Schwarzfahrten – Joy-rides“ erschienen sind. Schwarzfahrten – darüber kann man getrost grübeln, wie über die Bildbeziehungen, die hier zumeist eingegangen werden. Spritztouren sind es, was die Örtlichkeiten betrifft, in Europa oder auch ganz nah in Sachsen, fremde Zimmer, fremde Straßen.

Wir sehen Stadträume, menschenleer, auf der einen und Frauen, nackt oder bekleidet, auf der anderen Seite. Aber sie begegnen sich nicht wirklich. Sie spielen ein Spiel auf Distanz mit architektonischen Formen und Linien und mit Orten, die die Fantasie in Gang setzen. Überall sind Geschichten versteckt, die gelesen werden wollen. Sie berichten von Erotik, Humor und auch Tristesse. Das Mädchen am Beckenrand hat wohl gerade etwas erlebt, das unangenehm nachklingt. Ganz anders das weibliche Duo in hoffnungsvoller Erwartung. Die rund 50 Schwarz-Weiß- und zwei Farb-Aufnahmen sind ab etwa 1990 bis heute entstanden.

Wir sehen Stadträume, menschenleer, auf der einen und Frauen, nackt oder bekleidet, auf der anderen Seite. Quelle: Werner Lieberknecht

Der gebürtige Dresdner Werner Lieberknecht studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Zu seinen Lehrern gehörten Evelyn Richter und Arno Fischer. Bekannt wurde er mit der Dokumentation des Ateliers von Hermann Glöckner. Lieberknecht porträtiert Menschen, Räume und Architektur. Seine Arbeiten befinden sich unter anderem in der Nationalgalerie Berlin, dem Folkwang Museum Essen, der Staatlichen Galerie Moritzburg Halle, dem Museum der bildenden Künste Leipzig und dem Kupferstichkabinett Dresden.

Geöffnet ist die Ausstellung noch bis zum 20. Juni, immer Dienstag zwischen 15 Uhr und 21.30 Uhr sowie mittwochs und donnerstags zwischen 16.30 Uhr und 18.30 Uhr. Es ist übrigens die letzte Einzelausstellung an diesem Ort. Der Kunstkeller öffnet ab Mitte Juli als privates Museum für zeitgenössische Aktfotografie.

Von CN

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