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Lokales Milder Winter: Mehr Dresdner in Arbeit
Dresden Lokales Milder Winter: Mehr Dresdner in Arbeit
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12:31 28.02.2020
Im Februar 2020 musste die Dresdner Agentur für Arbeit weniger Menschen betreuen als im Januar. Quelle: Sonja Wurtscheid/dpa
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Dresden/Chemnitz/Nürnberg

Der milde Winter arbeitet gegen die stotternde Konjunktur und hält viele Menschen in Beschäftigung. Die Februar-Statistik der Bundesagentur für Arbeit belegt in Stadt, Land und Bund sinkende Zahlen für Jobsuchende.

„Sinkende Zahlen für Februar unüblich“

In Dresden waren im Februar 16 711 Menschen arbeitslos gemeldet – 153 weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote sank denn auch gegenüber dem Vormonat um 0,1 Punkte auf aktuell 5,6 Prozent. Im Februar 2019 hatte die Quote noch bei 6,0 Prozent gelegen. Jan Pratzka, Leiter der Dresdner Agentur für Arbeit, spricht mit Blick auf die aktuelle Entwicklung von einer Überraschung. Sinkende Zahlen seien für Februar „durchaus unüblich“, erklärte er. „Wesentlichen Einfluss darauf hatte die Tatsache, dass aufgrund der moderaten Temperaturen in den letzten Monaten in vielen Außenbereichen einfach weitergearbeitet werden konnte und weniger Winterausstellungen erfolgten“, sagte Pratzka weiter. Lediglich die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen habe sich erhöht, da im Februar/ März die 2,5- und 3,5-jährigen Ausbildungsverhältnisse enden.

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Von den 16 711 Arbeitslosen in Dresden wurden 5556 bei der Agentur für Arbeit betreut, um die 11 155 Menschen in der Grundsicherung kümmerte sich das Jobcenter.

Dienstleister und Handel in Dresden mit meisten offenen Stellen

Dass die Nachfrage nach Arbeitskräften im Februar geringer ausgefallen als in den vergleichbaren Monaten der Vorjahre bereitet Jan Pratzka keine Sorge: Mit dem Bestand von mehr als 3000 zu besetzenden Stellen sei das Angebot auf einem hohen Niveau und erstrecke sich über nahezu alle Berufsfelder. Die größte Nachfrage kam Pratzka zufolge aus dem Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (160 Stellen), aus dem Handel (129 Stellen), von Zeitarbeitsfirmen (116 Stellen), dem verarbeitenden Gewerbe (102 Stellen), aus der öffentlichen Verwaltung (92 Stellen) und aus dem Gesundheits- und Sozialwesen (89 Stellen).

Quote von 5,6 Prozent in Sachsen

Auch im Freistaat Sachsen haben im Februar im Saldo mehr Menschen Arbeit gefunden als verloren. Laut Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz sank die Zahl der Erwerbslosen auf knapp unter 120 000 – das waren rund 1200 weniger als im Januar. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent zurück. Vor einem Jahr noch waren noch über 128 500 Menschen im Freistaat ohne Arbeit, die Quote erreichte 6,0 Prozent.

Immer mehr Kurzarbeit

Bundesweit gab es im Februar saisonbedingt 30 000 Erwerbslose weniger als im Januar. Die Zahl der Arbeitslosen sank auf 2,396 Millionen. Das sind bei einer Quote von weiterhin 5,3 Prozent aber 23 000 mehr als noch vor einem Jahr, teilte am Freitag die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit.

Trotz des milden Winters mache die stotternde Konjunktur dem Arbeitsmarkt zu schaffen. „Am Arbeitsmarkt zeigen sich Spuren der konjunkturellen Schwäche“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele. Die Nürnberger Statistiker gehen von einem weiteren Anstieg bei der Kurzarbeit aus. Im Dezember betrug die Zahl der Kurzarbeiter rund 90 000, wie eine Hochrechnung ergab. Für März schätzt die Bundesagentur, dass die Zahl auf 124 000 ansteigen wird. Damit liegt die Kurzarbeit derzeit leicht über dem Niveau der europäischen Staatsschuldenkrise in den Jahren 2012/2013, aber weiterhin deutlich unter den Zahlen aus der Finanzkrise 2008/2009, als in Deutschland mehr als 1,4 Millionen Menschen Kurzarbeitergeld in Anspruch nahmen.

Kurzarbeitergeld auch bei Schäden durch Coronavirus

Beschäftigte, deren Betriebe vom neuartigen Coronavirus betroffen sind, könnten ebenfalls Kurzarbeitergeld erhalten. „Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld muss grundsätzlich auf einem unabwendbaren Ereignis oder wirtschaftlichen Gründen beruhen. Dies trifft etwa dann zu, wenn Lieferungen ausbleiben und die Produktion eingeschränkt werden muss“, teilte die Bundesagentur mit.

Von Barbara Stock

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