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Lokales Weißer Hirsch: Neubau mit Frida-Markt und Tiefgarage
Dresden Lokales Weißer Hirsch: Neubau mit Frida-Markt und Tiefgarage
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07:31 06.12.2019
Der Parkplatz vor dem Frida-Markt an der Luboldtstraße wird bebaut. Quelle: E-Mail-LVD
Dresden

Noch steht Thomas Henkel ganz am Anfang. Erst in den nächsten Tagen werden fünf bis sechs Architekturbüros angeschrieben, um eine städtebauliche und architektonische Konzeption abzugeben. Aber in naher Zukunft wird der Projektmanager dann mit seiner Firma hpm auf dem Weißen Hirsch eine große Baustelle betreuen: Der Frida-Markt und der Parkplatz davor zwischen Luboldtstraße und Lahmannring werden verschwinden und einem Neubau Platz machen.

Der Parkplatz an der Luboldtstraße vor dem Frida-Markt wird bebaut. Quelle: E-Mail-LVD

Eine Herausforderung für die Architekten

Dort soll ein Gebäude mit einem neuen, größeren Frida-Markt im Erdgeschoss und etwa einem Dutzend Mietwohnungen (2 bis 2,5 Zimmer, 55 bis 60 Quadratmeter) darüber entstehen. Im Untergeschoss wird es eine Tiefgarage mit rund 30 Stellplätzen geben, mit Ein- und Ausfahrt vom Lahmannring. Frühestmöglicher Baubeginn ist nach Einschätzung von Henkel Mitte 2021, bei einer Bauzeit von zwei Jahren wäre also frühestens Mitte 2023 mit der Fertigstellung zu rechnen.

Die Häuser rund um den Parkplatz und den Marktplatz daneben gehören seit etwa zwei Jahren der in München ansässigen Hans-Rudolf-Stiftung, die mit Stipendien junge Studierende unterstützt. Deren Vorstandsvorsitzender Dirk Thelemann und Projektmanager Henkel stellten das Projekt am Mittwochabend in der Sitzung des Loschwitzer Stadtbezirksbeirats vor.

Vom Lahmannring aus wird es die Zufahrt zur zukünftigen Tiefgarage geben. Quelle: E-Mail-LVD

Es sei eine Herausforderung für die Architekten, sagte Thomas Henkel. Sie müssten Belange des Denkmalschutzes, des Grünflächenamtes, des Städtebaus und der Verkehrsplanung berücksichtigen. Der Neubau muss einen gewissen Abstand zur Luboldtstraße und mindestens zehn Meter Abstand zum früheren Kurhaus an der Bautzner Landstraße einhalten. Alle großkronigen Bäume müssen erhalten bleiben. Der Konsum, der laut Henkel gründlich in die Planungen einbezogen ist, wünscht eine Verkaufsfläche von mindestens 700 Quadratmetern – das ist deutlich mehr als bisher.

Einbahnstraßen werden gedreht

Die übrigen Gebäude rund um Park- und Marktplatz werden von Umbaumaßnahmen nicht betroffen sein. „Der Marktplatz bleibt, wie er ist“, versicherte Henkel. In den Planungen wird aber die Umgebung des Neubaus durchaus eine Rolle spielen. „Nicht nur das neue Gebäude, auch der umgebende Freiraum soll mitbedacht werden“, betonte Andrea Steinhoff, Abteilungsleiterin im Stadtplanungsamt. In der Verkehrsführung ergeben sich später durchaus Änderungen. So werden die Einbahnstraßen Luboldtstraße und Plattleite gedreht werden, sodass über die Luboldtstraße die Zufahrt zur späteren Tiefgarage erreicht wird.

Mitglieder des Verschönerungsvereins in der Jury

Das Kerngebiet Weißer Hirsch steht komplett unter Denkmalschutz. Dies werde also einer der Eckpunkte bei der Konzeption eines Neubaus sein, andererseits spiele natürlich auch die Wirtschaftlichkeit eine Rolle, sagte Henkel. Mit der Bitte, „keinen Fremdkörper“ dort hinzusetzen, meldete sich Michael Böttger vom Verschönerungsverein zu Wort. Der Verschönerungsverein und der Stadtteilbeirat werden mit je einem Mitglied in der Jury vertreten sein.

Wie viel Geld die Stiftung in den Neubau investieren wird, konnte Thomas Henkel am Mittwoch noch nicht sagen. Das hänge von den Konzepten der Architekten und dem daraus resultierenden Bauvolumen ab. Und diese Planungen, wie gesagt, stehen noch ganz am Anfang.

Von Bernd Hempelmann

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