Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Hochbetrieb in den Weinbergen Sachsens: Jahrgang 2020 ist in Arbeit
Dresden Lokales Hochbetrieb in den Weinbergen Sachsens: Jahrgang 2020 ist in Arbeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
17:42 15.01.2020
Winzer Ronny Koch schneidet auf einer seiner Pachtfläche in Weinböhla die  Weinstöcke und legt damit den Grundstock für den Jahrgang 2020. Quelle: Foto: Lars Müller
Anzeige
Weinböhla/Nieschütz

In diesen Tagen herrscht in Sachsens Weinbergen weitestgehend unbemerkt von den Weinfreunden Hochbetrieb. Die Winzer sind mit dem alljährlichen Rebschnitt beschäftigt – bei nahezu jedem Wetter. Mit Wein- und Winzerromantik hat diese Ar­beit zwar wenig zu tun. Allerdings wird damit der Grundstock für den neuen Jahrgang gelegt.

Begonnen hat alles mit acht Rebzeilen

Schon um die Weihnachtszeit hat Ronny Koch vom „Weinbau 8 Zeilen“ in Nieschütz mit dem Rebschnitt begonnen. Der gelernte Winzer bewirtschaftet im Nebener­werb eine kleine Fläche von etwa 0,5 Hektar. Die Weinberge liegen in Golk und Weinböhla, wie er sagt. Hauptberuflich ist Ronny Koch angestellter Winzer in einem Weinbaubetrieb in Meißen.

Sein Handwerk hat er ab 1996 im Staatsweingut Schloss Wackerbarth und in ei­nem Weingut im fränkischen Randersacker gelernt. Seinen Nebenerwerb begann Koch 2015 mit lediglich acht Rebzeilen. „So ist auch der Name entstanden“, sagt der Winzer. Gemeinsam mit seiner Frau Jacqueline, ebenfalls einer gelernten Winzerin, betreibt Koch noch eine Pension in Nieschütz, direkt an der Sächsischen Weinstraße. Im Weinberg würden hin und wieder auch die beiden Söhne mithelfen.

Spätfrost im April 2019 beeinträchtigt die Ernte

Ronny Koch baut die Rebsorten Spätburgunder, Müller-Thurgau und Weißburgunder an. Seine kleine Weinkollektion ergänzt noch ein Schieler. So heißt in Sachsen der Rotling, für den rote und weiße Keltertrauben gemeinsam abgepresst und vergoren werden. Verkauft werden die Weine ab Hof und im Fachhandel. Mit Blick auf das vergangene Jahr muss Ronny Koch mit einem geringeren Ertrag als üblich planen. „Wir hatten auf der Pachtfläche in Weinböhla eine Nacht im April 2019 Spätfrost“, erklärt der Winzer. Die Reben seien zwar später noch durchgetrieben, allerdings blieb der Ertrag begrenzt.

Lesen Sie auch: Sachsens Weinkönigin kommt aus Dresden

Die Weine baut der gelernte Winzer selbst auf seinem Anwesen in Nieschütz aus. Den Jahrgang 2019 will er voraussichtlich im März vorstellen. Wie in der Branche inzwischen üblich, lädt er hierfür Gastronomen und Weinhändler ein. Wegen der geringen Weinmenge verzichtet Winzer Koch jedoch auf eine öffentliche Jahrgangspräsentation für Weinkonsumenten. „Ich setze auf den Vertrieb über den Fachhandel und habe damit gute Erfahrungen gemacht“, sagt er. Mehr eigene Rebfläche will Ronny Koch übrigens nicht bewirtschaften. Die Nachfrage nach Sachsenwein sei inzwischen weitestgehend gedeckt, ist er überzeugt.

www.weinbau-8-zeilen.de

Von Lars Müller

Auf vier Routen werden am Freitag im Dresdner Stadtgebiet Traktorkolonnen erwartet. In den frühen Morgenstunden wird die Carolabrücke voll gesperrt sein. Verkehrsbehinderungen werden unter anderem auf Marienbrücke und Albertbrücke erwartet.

15.01.2020

Superrechner-Experten des Helmholtz-Zentrums in Dresden-Rossendorf simulieren mit hochmodernen Systemen das Innere von Jupiter & Co. und „lauschen“ so in die Riesenplaneten hinein. Sie könnten mit dieser Technik internationale Nischen der Wissenschaft besetzen.

15.01.2020

Das Käthe-Kollwitz-Ufer in Dresden-Blasewitz bekommt wohl keinen Zebrastreifen. Zu viel Verkehr, zu gefährlich, meint Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. Aber es gäbe noch eine andere Möglichkeit.

15.01.2020