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Lokales Warum sich die Schüler der 65. Grundschule in Dresden freuen
Dresden Lokales Warum sich die Schüler der 65. Grundschule in Dresden freuen
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14:44 14.05.2019
Kultusminister Christian Piwarz (li.), Schulleiterin Andrea Wagner, Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann und jubelnde Schüler bei der Scheckübergabe. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

„Alte Schule, altes Haus“ sangen die Schüler der Klasse 4a am Montagmorgen. Und besser konnten sie die Situation nicht beschreiben. 119 Jahre hat das Gebäude der 65. Grundschule „Am Waldpark Kleinzschachwitz“ inzwischen auf dem Buckel. Doch an diesem Tag wurde das etwas melancholische Lied, dass den Abschied von der Grundschule beschreibt, zur fröhlichen Begleitmusik.

Die Einrichtung an der Zschierener Straße kann saniert werden. Rund 1,5 Millionen Euro will die Stadt investieren, knapp eine Million kommt dafür vom Freistaat. „So schnell kann das gehen, so stellen wir uns das vor“, sagte Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU). Der Zuschuss ist die erste Million aus einem Paket des Freistaats, das der Landtag mit dem Doppelhaushalt für 2019/20 beschlossen hat. Mit rund 100 Millionen Euro kann die Landeshauptstadt rechnen.

Kultusminister Christian Piwarz (CDU) wünscht der Stadt und der Schule trotz brummender Baukonjunktur einen baldigen Baubeginn und übergab den symbolischen Scheck über 925 457,05 Euro. Bessere Bedingungen seien ein Betrag zur Aufwertung des Grundschulbereichs, zudem auch die Angleichung der Gehälter der Lehrer mit ihren Kollegen in Oberschulen und Gymnasien gehöre. „Auf den Anfang kommt es an“, sagt Piwarz bei solchen Gelegenheiten immer gern.

Reinhard Koettnitz, ehemals Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, zeigt bei seinem ersten Auftritt als Leiter des Schulverwaltungsamtes die Schäden am Dach der 65. Grundschule. Quelle: Dietrich Flechtner

Laut Vorjohann könnte die Schule ab Herbst Baustelle werden. „Dann wollen wir die Gerüste stellen, wenn wir einen Dachdecker bekommen.“ Der Bildungsbürgermeister ist da optimistisch und stellt ab Frühjahr 2020 dann die Trockenlegung des Mauerwerks in Aussicht.

Dem neuen Leiter des Schulverwaltungsamtes, Reinhard Koettnitz, fiel sofort auf, dass auf dem Scheck ein Cent fehlte. Dann zeigte er die Missstände unter dem Dach und im Keller. Oben stehen Wassereimer und fangen das Regenwasser auf, unten steckt noch immer die Feuchtigkeit des letzten Hochwassers von 2013 in den Mauern. Keine guten Zustände für Schüler und Räume.

Schule platz aus allen Nähten

Auch wenn es jetzt mit der Sanierung losgeht, so hat Schulleiterin Andrea Wagner noch einen ganz anderen Wunsch. Sie hofft, dass die Christliche Schule bald den Neubau für ihre Grundschule in Niedersedlitz errichtet. Bislang ist die Freie Schule noch in ein Nachbargebäude der 65. Grundschule eingemietet. Das ergab sich, als vor Jahren die geringen Schülerzahlen noch zur Schließung der 65. Oberschule führten. Jetzt platzt die Grundschule aus allen Nähten. „Wenn die Christliche Schule auszieht, können wir endlich dreizügig werden“, erklärte Wagner.

Die Christliche Schule will an der Försterlingstraße für rund sieben Millionen Euro eine Grundschule bauen. „Wir haben den Bauantrag eingereicht und wollen noch im Mai den Fördermittelantrag stellen“, kündigte Geschäftsführerin Petra Schütze gegenüber DNN an. Im März 2020 könnte der Bau beginnen, im Herbst 2021 oder Frühjahr 2022 wäre dann ein Schulstart denkbar.

Von Ingolf Pleil

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