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Lokales Warum die neue Sporthalle nur Etappenziel für Dresdner Grundschule ist
Dresden Lokales Warum die neue Sporthalle nur Etappenziel für Dresdner Grundschule ist
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12:02 16.03.2019
Mit einem Turnprogramm haben Schüler der Sportgrundschule bei der Eröffnung der Turnhalle geglänzt. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Großes Fest für kleine Athleten: Die 10. Grundschule hat eine neue Turnhalle in Betrieb genommen, am Freitag war Feierstunde. „Die Kinder freuen sich riesig, dass sie nun mehr Zeit für den Sport haben“, erklärte Schulleiterin Andrea Lindemann anlässlich des Festes auf DNN-Anfrage.

Bislang gab es viel Absprachebedarf etwa mit dem Gymnasium Bürgerwiese, wo die Turnhalle mitgenutzt werden konnte – An- und Abmarsch jedesmal inklusive. Die Turnhalle kann nun auch als Aula genutzt werden, die bislang der Schule fehlte. Das Außengelände ist noch nicht ganz fertig, doch das bisschen Geduld bringen Schüler und Lehrer auch noch auf.

16 Monate Bauzeit

Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) weihte am Freitag gemeinsam mit Kultus-Staatssekretär Herbert Wolf, Lehrern, Schülern und Eltern die neue Sporthalle ein. Insgesamt knapp 16 Monate wurde an der Einfeldhalle mit Geräte- und Funktionsräumen gebaut. Im Zuge der Bauarbeiten gestalten die Bauleute auch das gesamte Außengelände mit Pausenhof und Außensportanlagen neu. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,45 Millionen Euro und wurden mit rund 970 000 Euro vom Freistaat Sachsen unterstützt.

In der 10. Grundschule werden von elf Lehrern in acht Klassen rund 200 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Darunter viele, die bereits im Grundschulalter Leistungssport beispielsweise im Turnen, Schwimmen, Eiskunstlauf, Fußball, Shorttrack, Eishockey, Wasserspringen oder in Akrobatik ausüben. Unter dem Motto „Schlau und Sportlich“ arbeitet die Schule eng mit vielen Sportvereinen der Region zusammen, um den Kindern ein intensives Training sowie die Teilnahme an Trainingslagern und Wettkämpfen zu ermöglichen.

Groteske Situation beendet

Das Schulgebäude konnte nach den Angaben der Stadt bereits in den Jahren 2012 bis 2014 saniert werden. Die Baukosten von 1,5 Millionen Euro wurden mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ unterstützt. „Bildung hat in Sachsen Priorität. Deshalb unterstützen wir die Kommunen und Landkreise beim Bau und der Sanierung von Schulen und Schulsportstätten“, erklärte Wolff anlässlich des Termins.

Damit wird eine geradezu groteske Situation beendet: Eine Schule mit sportlichem Profil, deren Absolventen aufs Sportgymnasium oder die Sportoberschule wollen, hat keine eigene Sporthalle. Die Schüler nutzten bis vor etwa zehn Jahren eine Traglufthalle zum Sporttreiben, seit das nicht mehr gestattet war, mussten sie auf umliegende Einrichtungen ausweichen. Jahrelang wurden Eltern, Schüler und Lehrer mit Versprechungen vertröstet. Und alle Wünsche sind auch jetzt noch nicht erfüllt. Schon lange weisen Elternvertreter daraufhin, dass die Schule zu klein ist.

Diskussion über Erweiterung

„Statt jetzt die Förderschule auf der Zinzendorfstraße aber in Unruhe zu versetzen, sollte man über einen Anbau an die 10. Grundschule nachdenken – Platz wäre da. Außerdem sollte Bildungsbürgermeister Vorjohann die geplante Grundschule auf der Cockerwiese schneller vorantreiben“, forderte Edwin Seifert, der für die SPD im Stadtbezirksbeirat Altstadt sitzt. Den von der Verwaltung vorgeschlagenen Gebäudetausch mit der Förderschule „Erich Kästner“ hatte der Stadtrat beim Beschluss des Schulnetzplans abgelehnt.

Elternsprecherin Katharina Jennes nimmt die Situation ganz sportlich und steckt auf DNN-Anfrage nach einem Etappenerfolg das nächste Ziel ab: Ein wichtiger Meilenstein sei mit der Turnhalle erreicht. „Nun arbeiten wir weiter am Thema Kapazitätserweiterung für den Bereich Altstadt.“

Von Ingolf Pleil

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