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Dresden Lokales Warum die AfD in Klotzsche ihren Erfolg nicht feiern kann
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18:45 30.05.2019
Ins Rathaus Klotzsche zieht nur ein AfD-Stadtbezirksbeirat. Quelle: Archiv
Dresden

Manchmal wird man vom eigenen Erfolg eingeholt. Diese Erfahrung macht die AfD in Klotzsche. Sie ist bei der Wahl zum Stadtbezirksbeirat nach dem vorläufigen Ergebnis zweitstärkste Kraft geworden und könnte drei Beiräte stellen. Aber die AfD hat nur einen Bewerber nominiert.

Dieter Landgraf erhielt zwar 6255 Stimmen und damit fast so viele wie die CDU-Liste mit immerhin zehn Kandidaten. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass eben nur Landgraf in den Stadtbezirksbeirat Klotzsche einziehen wird und zwei Mandate verfallen.

Heißt: Das eigentlich 13-köpfige Gremium wird nur mit elf Personen besetzt. Die Mandate verteilen sich auf die CDU (3), die Grünen (2), die FDP (2), die Linken (2) und die SPD (1).

Unmut über etablierte Parteien

Der Politikwissenschaftler Werner Patzelt hat gesagt, dass die Wähler ihren Unmut über die etablierte Politik mittlerweile auf allen politischen Ebenen zum Ausdruck bringen – die vorläufigen Ergebnisse bei der Wahl der Stadtbezirksbeiräte stützen die Aussage.

Bündnis 90/Die Grünen haben mit Neustadt, Pieschen, Loschwitz, Blasewitz und Plauen in fünf dieser Gremien die Nase vorn. Die AfD hat mit Leuben, Prohlis und Cotta in drei Stadtbezirksbeiräten die Mehrheit erobert, die Linke kann sich mit dem Wahlsieg in der Altstadt über ihr durchwachsenes Abschneiden trösten. Für die CDU reichte es in Klotzsche zum Spitzenplatz.

Mitunter seien Wähler launisch

Die Stadtbezirksbeiräte wurden zum ersten Mal gewählt, wie bei der Wahl zum Stadtrat haben keine Rechtsextremen von der NPD den Sprung in die Gremien geschafft. Die AfD erzielte mit 26,4 Prozent in Leuben ihren höchsten Stimmenanteil, die Grünen haben mit 34,4 Prozent traditionell ihre Hochburg in der Neustadt, die Linken kamen auf 20,9 Prozent in der Altstadt, die CDU erzielte mit 24 Prozent in Loschwitz ihren höchsten Stimmanteil.

Mitunter sind die Wähler launisch. So zieht der SPD-Unterbezirksvorsitzende Richard Kaniewski in den Stadtrat ein, den Sprung in den Stadtbezirksbeirat Pieschen verfehlt er aber deutlich. Auch die neue SPD-Stadträtin Viola Vogel verpasst den Stadtbezirksbeirat, sie war in Leuben angetreten.

Noch nicht alle Wahlbezirke ausgewertet

FDP-Landesvorsitzender Holger Zastrow dagegen hat nicht unbedingt die Wahl in den Stadtbezirksbeirat Neustadt angestrebt. Im Moment liegt er aber vor der langjährigen FDP-Beirätin Benita Horst. Es sind aber noch nicht alle Wahlbezirke ausgewertet.

Bekanntheit kann nicht schaden. So schaffte die Linke-Stadtvorsitzende Anne Holowenko in Plauen von Listenplatz 9 den Sprung in den Stadtbezirksbeirat, SPD-Fraktionsvorsitzende Dana Frohwieser erreichte im gleichen Stadtbezirk sogar von Listenplatz 13 aus das zweitbeste Ergebnis für die Genossen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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