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Lokales Warnstreik bei Dental-Kosmetik Dresden erst der Anfang
Dresden Lokales Warnstreik bei Dental-Kosmetik Dresden erst der Anfang
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13:11 29.03.2019
Seit 2014 kämpfen die Beschäftigten für mehr Lohn und bessere Arbeitsverhältnisse. Dafür sind sie Donnerstag zum ersten Mal in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Die Mitarbeiter des Unternehmens Dental-Kosmetik GmbH & Co führen ihren Kampf für eine angemessene Lohnerhöhung und bessere Arbeitsbedingungen fort. Am Donnerstag sind sie in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Seit mittlerweile fünf Jahren ringt die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) im Auftrag der Beschäftigten mit der Unternehmensführung. Diese hat sich erst im vergangenen Jahr bereit erklärt Haustarifsverhandlungen mit der IG BCE zu führen.

Stagnierende Verhandlungen

Bereits wenige Monate später steckten die Verhandlungen in einer Sackgasse und 50 der rund 100 Mitarbeiter gaben lautstark im Rahmen einer aktiven Mittagspause ihre Forderungen kund. Neben einer Anpassung der Monatslöhne und Urlaubsleistungen, fordern sie auch 111 Euro mehr pro Tarifgruppe und eine Erhöhung des 13. Gehalts. Im Februar saßen sich die Unternehmensführung und der IG BCE ein letztes Mal gegenüber, um die stagnierenden Verhandlungen fortzuführen. Voigt erklärt dazu: „Der Arbeitgeber möchte weiterhin alles verschieben und verkomplizieren. Also haben wir den Verhandlungstisch verlassen.“ Zwar seien sich die beiden Parteien in materiellen Fragen nähergekommen, aber der Unterschied zu anderen Unternehmen aus der gleichen Branche wäre einfach zu groß.

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Warnstreik nur der Anfang

„1800 Euro ist einfach zu wenig“, sagt Voigt. Dabei war die IG BCE in vielen Belangen kompromissbereit. Neben dem Angebot einer 4-jährigen Frist für die Umsetzung der Forderungen liegt der Unternehmensführung auch der Vorschlag einer festgelegen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden vor. Ein Zugeständnis, „das den Beschäftigten nicht leichtgefallen ist“, meint Voigt. Sollte der Arbeitgeber dem ganztätigen Warnstreik der Mitarbeiter am Donnerstag weiterhin mit einer Verweigerungshaltung entgegentreten, „wird der Druck erhöht, denn wir scheuen die Auseinandersetzung auch in Zukunft nicht. Der Warnstreik ist erst der Auftakt.“

Von lp

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