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Dresden Lokales Wann hält die S-Bahn endlich in der Alberstadt?
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07:53 16.10.2018
Auf der Brücke über der Stauffenbergallee soll ein neuer Haltepunkt für S-Bahn entstehen. Der VVO rechnet dort täglich mit bis zu 1200 Fahrgästen. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Oben die Bahn und unten der Bus. Tagtäglich rattern die S-Bahnen der Linie 2 über die Stauffenbergallee hinweg, kreuzen die Route der vielgenutzten Buslinie 64. Nur umsteigen – das geht bisher nicht. Auch deshalb ist seit Jahren der Bau einer neuen S-Bahnstation in der Al­berstadt im Gespräch. Doch bis dort die ersten Bahnreisenden ein- und aussteigen können, wird es in jedem Fall noch einige Jahre dauern. Zwar treiben die Stadt und die Bahn die Planungen für die Station im­mer weiter voran. Einen Termin für den Baustart können die Verantwortliche im Rathaus aber noch immer nicht nennen.

Die Planungen sind längst angestoßen

Tatsächlich sind die Pläne für den Bau eines Haltepunktes an der Bahnstrecke in der Albertstadt ein alter Hut, gab es dafür die ersten Ideen schon vor Jahrzehnten. Beim Bau der Eisenbahnüberquerung über die Stauffenbergallee war zwischen den Brücken der einzelnen Gleise sogar Platz gelassen worden – für Treppen, die einmal auf einen Mittelbahnsteig oberhalb der Straße führen könnten. Und: Zwischen den Gleisen befindet sich in dem Bereich bereits eine Art Insel, auf der ein Bahnsteig errichtet werden könnte.

Im Kern hat sich an dieser Idee auch nicht viel geändert – wenngleich die Ge­gebenheiten vor Ort alles andere als taugen, um dort von heute auf morgen einen S-Bahn-Haltepunkt errichten zu können. Bereits vor zwei Jahren hatte die Bahn die maroden Brücken über die Stauffenbergallee abreißen und durch Be­­helfs­querungen ersetzen lassen, über die seitdem die S-Bahnen und Regionalbahnen rollen. Die Sanierung der Brücken ist in je­dem Fall notwendig. Und auch auf der Straße unter den Gleisen und auf dem Bahndamm muss angepackt werden.

Immerhin: Die Planungen sind längst angestoßen, es gebe „kontinuierlich in­haltliche und terminliche Abstimmungen zwischen allen Beteiligten“, erklärt Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Beteiligte – das sind in diesem Fall neben der Stadt und der Bahn auch Versorgungsunternehmen, die im Umfeld Strom-, Telefon- oder Wasserleitungen verlegen müssen und der Ver­kehrsverbund Oberelbe (VVO). „Der Bau der Station soll zeitgleich mit der Er­neuerung der Eisenbahnüberführung er­folgen“, so Raoul Schmidt-Lamontain.

Verwaltung sieht großen Bedarf

Geplant ist der Bau eines etwa 140 Me­­ter langen Mittelbahnsteigs – 56 Me­ter da­von sollen laut VVO überdacht werden. Die Stadt möchte ihrerseits den kompletten Bereich von der Rudolf-Leonhardt-Straße unter den Bahnbrücken hindurch bis vor zur Königsbrücker Straße erneuern und die Stützmauern neben der Hauptfahrbahn sanieren lassen – und au­ßerdem auch eine Bushaltestelle direkt un­ter den Brücken errichten lassen. Über Treppen, eine Rampe oder einen Aufzug auf der südlichen Brückenseite können die Fahrgäste die darüberliegenden Glei­se er­reichen.

In jedem Fall sehen die Verantwortlichen für die zusätzliche S-Bahn-Station zwischen dem Neustädter Bahnhof und dem Halt im Industriegelände großen Be­darf. Die Stadt hatte den Bau vor einigen Jahren deshalb auch in ihrem Verkehrsentwicklungsplan 2025 verankert. VVO-Sprecher Christian Schlemper verweist da­bei nicht nur auf die Umstiegsmöglichkeiten zum Bus oder die in der Nähe haltenden Straßenbahnlinien 7 und 8 – sondern auch auf das große Einzugsgebiet ringsherum. An der Stauffenbergallee be­finden sich neben der Polizei auch eine ganze Reihe von Landesbehörden. Auch am Gerichtszentrum an der Hans-Oster-Straße oder beim MDR arbeiten viele Menschen – alles potenzielle Fahrgäste.

Zugleich gibt es in dem Umfeld aber auch viele Wohnungen – im Hechtviertel oder oberhalb des Alaunplatzes. Christian Schlemper verweist dabei auf den ebenfalls neu errichteten Haltepunkt am Bi­schofsweg – am südlichen Ende des Hechtviertels. Dort, so erklärt der VVO-Sprecher, steigen inzwischen täglich mehr Leute in die S-Bahn-Linie 1 ein oder aus ihr aus als am Neustädter Bahnhof. An der Stauffenbergallee, so die Prognose, könnten künftig täglich bis 1200 Menschen ein- und aussteigen.

Von Sebastian Kositz

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