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Lokales Wann die Bauarbeiten auf dem Dresdner Altmarkt starten
Dresden Lokales Wann die Bauarbeiten auf dem Dresdner Altmarkt starten
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18:06 01.08.2019
Das Pflaster des Altmarktes wird nur teilweise ausgebaut und nicht wie zunächst geplant komplett. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Der Zeitplan steht: Der Altmarkt wird in zwei Zeitfenstern vom 30. März bis 30. Oktober 2020 und vom 15. Februar bis zum 15. August 2021 grundhaft ausgebaut. Das teilte Robert Franke, kommissarischer Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes sowie Amtsleiter für Wirtschaftsförderung, jetzt auf Anfrage der DNN mit.

Fest steht jetzt auch, wo der Herbstmarkt 2020 sowie der Frühjahrsmarkt 2021 stattfinden werden – auf dem Neumarkt. Auf welche Flächen die Veranstaltungsformate des Stadtfestes im nächsten Jahr verlagert werden, steht laut Franke noch nicht fest. Zum Stadtfest 2021 soll der Altmarkt als Veranstaltungsfläche wieder zur Verfügung stehen. Der Striezelmarkt 2020 soll auf einem provisorisch asphaltierten Altmarkt stattfinden.

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Im Zuge der Bauarbeiten erhält der Altmarkt neue Drainagestränge, die den Abfluss des Regenwassers besonders im Bereich der Tiefgarage verbessern sollen. Gleichzeitig wird das schwachbrüstige Niederspannungsnetz, das bei großen Veranstaltungen hoffnungslos überlastet ist, verstärkt. Statt der bisher vorhandenen 21 Unterflurverteiler werden laut Franke 55 Unterflurverteiler eingebaut. Deren Platzierung orientiert sich an den Standorten für die Marktbuden.

Das Trinkwassernetz soll im Sinne der neuen Standorte der Unterflurverteiler erweitert werden. Der Altmarkt wird auch ein komplett neues Glasfasernetz erhalten. Über die Anschlüsse in den Unterflurverteilern wird künftig der Zugang zum Internet möglich sein, verspricht Franke

Problem: Um Kosten zu sparen, hat der Stadtrat beschlossen, dass nicht der gesamte Platz aufgegraben wird. Nur in den Bereichen, in denen neue Leitungen verlegt werden oder an der Drainage gearbeitet wird, soll das Pflaster entfernt werden. „Letztlich stellt die Wiederherstellung der Pflasterflächen in den aufgegrabenen Abschnitten die größte handwerkliche Herausforderung dar.“

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hatte im Haushaltsentwurf der Verwaltung rund sieben Millionen Euro für den Altmarkt vorgesehen. Das war dem Stadtrat zu teuer. Nach gegenwärtigem Stand der Planungen liegen die Gesamtkosten bei rund drei Millionen Euro.

Nach dem Umbau werden die Kabel für Veranstaltungen nur noch unterirdisch geführt und die vielen Kabelbrücken fallen weg. „Damit wird ein wesentlicher Punkt der bisher eingeschränkten Barrierefreiheit beseitigt“, erklärte der Amtsleiter. Im Gehweg an der Westseite sollen zwölf Platanen gepflanzt werden. Dafür müssten die Trassen der Strom- und Wasserversorgung angepasst werden.

Beim Umbau des Altmarktes würden auch temporäre und stationäre Maßnahmen zur Terrorabwehr eingebaut. „Hinsichtlich dieser Problematik sind die Prüfungen und Abstimmungen noch nicht abgeschlossen“, erklärte Franke.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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