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Lokales Waldwegsperre macht Nesselgrund in Klotzsche zur Sackgasse
Dresden Lokales Waldwegsperre macht Nesselgrund in Klotzsche zur Sackgasse
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17:23 07.07.2016
Symbolfoto Quelle: dpa
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Dresden

Der Nesselgrundweg in Klotzsche ist ab sofort eine Sackgasse. Bis etwa zum 12. August dauert der Abriss der alten Eisenbahnbrücke über den breiten Waldweg, der früher zum Waldbad führte und auf dem man heute zum Klettergarten auf dem Gelände des ehemaligen Freibads gelangt. Es droht Gefahr, das ist der Grund für die Sperrung, die die Bahn in die Wege leiten ließ. Bereits im Planfeststellungsverfahren, dem die letztgültige Genehmigung für die Bauarbeiten folgte, war die Sperre avisiert.

Damit ist in Klotzsche der direkte Weg durch die „Heide“ zur Heidemühle gekappt. Die Bahn empfiehlt, von und nach Klotzsche die Wanderwege zu nutzen, die zur Langebrücker Straße führen. Eine weitere Alternative sind laut Jana Weisbach, Mitarbeitern beim Forstbezirk Dresden im Staatsbetrieb Sachsenforst, die Gleisunterführung am Diebsteig. Dort gelangt man zum Gewerbegebiet am Manfred-von-Ardenne-Ring gegenüber dem Moritzburger Weg.

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Die Verantwortlichen des Forstbezirks Dresden planen, mit zusätzlichen Aushängen an den Eingängen zur „Heide“ künftig stärker auf die Ausweichrouten hinzuweisen.

Unterdessen laufen über dem Nesselgrund die Arbeiten an den Hilfsbrücken, über die die Eisenbahn fahren soll, während eine neue, eher praktische als schöne Brücke gebaut werden soll. Sind diese Arbeiten erledigt, folgt der Abriss der alten Nesselgrundbrücke. Das ist ab dem 18. Juli geplant.

Der alte Viadukt, über den die Bahnstrecke von Dresden-Neustadt nach Klotzsche und weiter Richtung Radeberg führt, wurde 1848 errichtet. Am Kriegsende, genau am 8. Mai 1945, sprengten deutsche Truppen die Brücke. Ein halbes Jahr später war sie so weit wieder instandgesetzt, dass darauf ein Gleis befahren werden konnte. Drei Jahre nach der Sprengung war sie wieder aufgebaut.

Die Bauarbeiten an der neuen Brücke sollen bis Mitte nächsten Jahres dauern, plant die Deutsche Bahn. Es entsteht wieder eine zweigleisige Brücke. Sie kostet den Bund und die Bahn rund sechs Millionen Euro.

Von Christoph Springer