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Lokales Vor 150 Jahren ist der Gartenkünstler Peter Joseph Lenné gestorben
Dresden Lokales Vor 150 Jahren ist der Gartenkünstler Peter Joseph Lenné gestorben
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12:58 23.01.2016
Die Bürgerwiese, in der sich auch der bekannte Mozartbrunnen befindet, wurde ab 1989 rekonstruiert. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Dresden hat eine Lennéstraße und einen Lennéplatz. Das Wirken des Gartenkünstlers und Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné (1789 - 1866) wird so in Erinnerung gehalten. Sein wichtigstes Werk für Dresden würdigt ein Bronzerelief gegenüber der Haltestelle Lennéplatz/Parkstraße: die Grundrissdarstellung der Bürgerwiese neben dem Abbild des Gartenschöpfers selbst. Diese Anlage, in der sich auch der Mozartbrunnen befindet, wurde ab 1989 rekonstruiert, damals anlässlich des 200. Geburtstages von Lenné. Nun jährt sich am Sonnabend sein Todestag zum 150. Mal.

Der Gartenkünstler muss ein gewaltiges Arbeitspensum absolviert haben. Sein Schaffen reichte von Landschaftsgärten und Stadtplanung, über Baumschulen und Blumenzucht bis zu Eisenbahnstrecken und Landwirtschaft. Vor allem die Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft, unter anderem mit der Berliner Pfaueninsel, dem Glienicker Landschaftspark und dem Park Sanssouci, tragen seine Handschrift. So begeht Berlin 2016 ein Lenné-Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen. Aber auch Städte wie Koblenz, Magdeburg, Leipzig oder Dresden haben von diesem Gartenarchitekten profitiert.

In Dresden startete die Würdigung anlässlich des 150. Todestages schon Ende 2014 mit einem Forschungsprojekt der TU. Untersucht wurde erstmals das Erbe Lennés in Polen (ehemalige preußische Provinzen) als Grundlage für eine Kooperation zwischen beiden Ländern. Nach seiner Bedeutung für Dresden erkundigten sich die DNN bei Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft:

Was ist unser auf Peter Joseph Lenné fußendes Erbe?

Der königlich-preußische Gartendirektor ist für Dresden von außerordentlicher Bedeutung. Er plante Teile der Bürgerwiese, einem bis dahin als Viehweide genutztem Altelbarm, im landschaftlichen Stil ("Äußere Bürgerwiese sowie "Erweiterungsteil"). Die Bürgerwiese kann als eines seiner reifen Spätwerke betrachtet werden. Sie zeigt sein besonderes Können. Er schaffte es, dem langgezogenen, schmalen Areal durch geeignete gestalterische Mittel räumliche Tiefe und Vielfalt zu verleihen. Sein Ziel war die Gestaltung einer Promenade vom Stadtzentrum bis hin zum Großen Garten. Der Park war die erste Anlage in Dresden, die von der Stadt in Auftrag gegeben wurde. Auf Lenné gehen weiterhin Planungen für den Zoologischen Garten zurück.

Was zeichnet Lenné aus?

Er war einer der bedeutendsten Gartenkünstler seiner Zeit. Neben Skell und Pückler ist Lenné zu nennen, der den Stil des Landschaftsgartens im deutschsprachigen Raum vertreten und maßgeblich geprägt hat. Er erstellte zum Beispiel über 100 Entwürfe für Parkanlagen, Gärten an Schlössern bzw. Gutshäusern, für Friedhöfe, Stadtplätze, Feldfluren, Kanäle und Eisenbahntrassen und deren Einbindung in die Landschaft. Er nahm Einfluss auf städtebauliche Strukturen. Er war Mitbegründer einer Landesbaumschule sowie Initiator der ersten Lehranstalt für Gärtner in Wildberg bei Potsdam.

Wie pflegt Dresden die Kunst Lennés?

Die Bürgerwiese gehört zu den herausragenden Gartenanlagen der Stadt von überregionaler Bedeutung. Auf die Unterhaltung der Anlage mit aufwendigen Schmuckbeeten, Bachlauf mit Fontäne sowie wertvollen Kunstwerken legen wir als verwaltendes und planendes Fachamt besonderes Augenmerk. 2007 ist ein überarbeitetes Faltblatt zur Bürgerwiese erschienen.

Gibt es aktuelle Pläne, die sich auf Lenné beziehen?

Nichts Konkretes. Gestaltungsprinzipien Lennés gehören im Entwurfsprozess anlagen- und projektbezogen zu den Grundlagen der Landschaftsgestaltung.

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