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Lokales Vonovia will am Neustädter Markt sanieren
Dresden Lokales Vonovia will am Neustädter Markt sanieren
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18:10 10.11.2017
An den rot markierten Stellen sind Durchbrüche in den Plattenbauten vorgesehen.
An den rot markierten Stellen sind Durchbrüche in den Plattenbauten vorgesehen. Quelle: Landeshauptstadt Dresden
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Dresden

Das Wohnungsunternehmen Vonovia hat angekündigt, sich aktiv in die Umgestaltung des Neustädter Marktes einzubringen. Wie Regionalgeschäftsführerin Martina Pansa gegenüber DNN mitteilte, wird das Unternehmen in Kürze einen Architektenwettbewerb ausloben, der sowohl eine städtebauliche Lösung für die Flächen im Besitz der Vonovia aufzeigen als auch Konzepte für eine behutsame nachhaltige Sanierung der Bestandsgebäude erbringen soll.

Der Vonovia gehören die noch unsanierten Plattenbauten am Neustädter Markt. Der Rahmenplan der Landeshauptstadt für den Neustädter Markt sieht an zwei Stellen Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz vor. Der Neustädter Markt soll zur Rähnitzgasse geöffnet werden mit dem Ziel, das Areal besser mit dem Barockviertel zu vernetzen. Ein Durchbruch ist auch im östlichen Teil des Vonovia-Bestandes geplant (siehe Karte unten).

Oberstes Ziel bei der Aufgabenstellung für den Architektenwettbewerb sei es, dass der bauliche Eingriff auf ein Minimum beschränkt werde und der Gestaltungsvorschlag für die Fassadenmodernisierung auch weiterhin bezahlbares Wohnen garantiere, kündigte Pansa an. „Wir werden darauf achten, dass der Charakter der bestehenden Gebäude erhalten bleibt. Unser Ziel ist es, Altes zu bewahren und Neues zu schaffen“, so die Regionalgeschäftsführerin. Der Neustädter Markt besitze eine Besonderheit, die es zu bewahren gelte. Gleichzeitig wolle die Vonovia die Qualität des Wohnens in dieser besonderen Lage verbessern.

Laut Anja Heckmann, Abteilungsleiterin im Stadtplanungsamt, sei es prinzipiell möglich, dass Vonovia den mit den Durchbrüchen einhergehenden Verlust an Gewerbe- und Wohnfläche durch Gebäude in den Innenhöfen kompensieren könne. Für Vonovia-Sprecherin Bettina Benner ist es noch zu früh, sich zu dieser Möglichkeit zu äußern. Entsprechende Pläne müssten tiefgehend untersucht werden.

Pansa forderte die Vonovia-Mieter auf, aktiv an den Plänen der Stadt für das Königsufer und den Neustädter Markt mitzuarbeiten. Auch das Unternehmen sei offen für die Ideen der Mieter. „Der Planungsbeginn beginnt zwar erst und es gibt noch keine Terminpläne für die Sanierung der Gebäude, aber wir sind auf die Anregungen unserer Mieter gespannt“, so die Regionalgeschäftsführerin.

Am Donnerstagabend hatten mehr als 120 Dresdnerinnen und Dresdner in der Dreikönigskirche über die Zukunft des Neustädter Marktes und des Königsufers diskutiert (DNN berichteten). Auch Pansa gehörte zu den Teilnehmern der Bürgerwerkstatt, deren Ergebnisse jetzt dokumentiert werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig