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Lokales Von der Ex vor Gericht gebracht?
Dresden Lokales Von der Ex vor Gericht gebracht?
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14:42 28.02.2019
Gerechtigkeitsgöttin Justitia mit Waage (Symbolbild). Quelle: dpa
Dresden

Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft“, heißt es in einem Sprichwort. Ronny H. kann das sicher bestätigen. Eifersucht hat ihn wohl vor Gericht gebracht – wegen „Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes“. Konkret warf die Anklage dem Ex-Polizisten vor, ein Dienstgruppengespräch mit seinem Chef in der Polizeidirektion mitgeschnitten und zu Hause seiner Lebensgefährtin vorgespielt zu haben. Grund: Er habe ihr damit beweisen wollen, dass er nicht mehr mit einer bestimmten und von ihr eifersüchtig überwachten Kolleginn auf Streife geht. Das ist mehr als dumm. Allerdings relativierte sich in der Verhandlung einiges.

Das Paar hatte wohl unter ihrer Eifersucht, die sie selbst einräumte, ziemlich zu leiden. „Es gab immer mehr Spannungen, ich blieb wegen der Kinder bei ihr, trennte mich aber dann doch. Sie wollte mich fertig machen, schwärzte mich überall an, auch bei meinem Dienstherren, und erzählte falsches Zeug“, sagte der 28-Jährige. Es folgte ein Rosenkrieg vom Feinsten.

Sie war es auch, die den angeblichen Mitschnitt anzeigte – allerdings erst viel später. „Ich habe nichts aufgenommen, sondern nur meinen Chef gebeten, mich nicht mehr mit der Kollegin zum Dienst einzuteilen, er stimmte zu und das habe ich meiner Ex zu Hause gesagt. Mehr nicht“, so Ronny H.

Die junge Frau erzählte am Mittwoch etwas ganz anderes und zwar sehr siegessicher: Er habe ihr den Mitschnitt gezeigt, sie habe das Handy selbst in der Hand gehabt. Ihre Aussage war aber sehr widersprüchlich. Erst war es zum Beispiel nur ein Tonmitschnitt, dann ein Video. Da fragt man sich schon, was stimmt, was nicht? Die Einlassungen von Ronny H. seien viel glaubhafter als das, was die Zeugin gesagt habe, befand der Richter und sprach den 28-Jährigen frei. Dessen Polizeilaufbahn, die sein Lebenstraum war, ist übrigens beendet. Er ist jetzt Lagerist.

Von Monika Löffler

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