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Lokales Von Wegen Lisbeth feiern mit ihren Nachbarn im Alten Schlachthof
Dresden Lokales Von Wegen Lisbeth feiern mit ihren Nachbarn im Alten Schlachthof
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17:58 07.10.2019
Von Wegen Lisbeth beim Highfield Festival. Quelle: Kempner/Archiv
Dresden

In einer glücklichen Gemeinschaft, bei der man sich einen Flur teilt, lebt und arbeitet es sich gleich viel angenehmer. Sei es ein freundlicher Gruß, die Frage nach dem Befinden oder durch verbindende Erlebnisse. Und weil dem so ist, bringen die Berliner Von Wegen Lisbeth am Freitagabend ihre geschätzten Proberaumnachbarn Milliarden gleich mit in den Alten Schlachthof.

Vor ausverkauftem Saal gaben sich beide Bands einem stimmungsvollen Abend vor jubelndem Publikum hin. Die größte Show auf ihrer „Britz-California-Tour“ zu ihrem neuen Album „sweetlilly93@hotmail.com“ gibt ihrem Erfolg und wachsendem Zulauf recht. Wie sie selber feststellen, waren sie hier vor zwei Jahren zuletzt auf der kleineren Bühne des Hauses und für die Hälfte des Ticketpreises. Aber, sie spielen dafür nun dafür doppelt so lange.

Musik irgendwo zwischen Punk, Rock und Indie

Milliarden dagegen waren erst letztes Jahr mit ihrer eigenen Show in der Stadt und eröffneten mit einem Potpourri ihrer beiden Alben den Abend. Mit Musik irgendwo zwischen Punk, Rock und Indie – gekürt mit Texten von Erlebtem, Anekdoten aus dem Berliner Leben mit alle seinen Ecken und Kanten – eine exzentrische Liebeserklärung von Ben Hartmann, vorgetragen mit lauter und rauer Stimme und vom ekstatischem Johannes Aue am kleinen roten Mini-Piano begleitet.

Nach einem herzlichen Dank für das warme Aufnehmen zweier Bands, die Lust haben das zu spielen, was ihnen etwas bedeutet, öffnet sich 21 Uhr der Samtvorhang für die fünf Indie-Pop-Freunde im kompletten 80er Klamottenstil vor einer Wand aus beleuchteten Glasbausteinen. Die Bühne voller Klanginstrumente, wie Xylophon, Glockenspiel, Keyboard, E-Drum-Pads, Synthesizer, Steel Drum und Gitarren, mit dabei, das günstigste Instrument für Kinder für 2,30 Euro, erfüllt schon der erste Titel „Wieso“ den Saal mit lustvollen, rhythmischen Geklimper und der unverkennbaren Stimme von Sänger Matthias Rohde im Von Wegen Lisbeth- Modus, leicht schnorrend, einzelne Wörter verstärkt betonend, die Texte von Lust, Ironie und Alltag beeinflusst.

Stimmung lädt zum Tanzen und Hüpfen ein

Gefunden haben sich Matthias Rohde, Julian Hölting, Robert Tischer, Dominik und Julian Zschäbitz ursprünglich, als der Unterricht an ihrer Schule ausfiel, bedienten sich damals noch am Punk, gepaart mit Spielkonsolen-Musik. Nach zweimaligen Namenswechsel veröffentlichen sie 2016 ihre erste Platte „Grande“ mit dem absoluten Klickhit „Wenn Du Tanzt“ bei Online-Musik-Diensten im knappen 16 Millionen-Bereich.

Diese werden von den Zuhörern, gekommen aus allen Lebensbereichen, genauso besungen und gefeiert, wie die neuen Sachen wie „Gefährder“ und „Alexa gib mir mein Geld zurück“. Die Stimmung lädt zum Tanzen und Hüpfen ein. Immer wieder werden Instrumente getauscht, das Umhänge-Keyboard wechselt mit der Gitarre, Sticks werden mit Schlägeln getauscht, die Musiker hüpfen wie bei einer perfekt aufeinander eingespielten Stationsarbeit zu den Instrumentenaufbauten über die Bühne, setzen punktgenau ein und haben dabei noch ersichtlich viel Spaß.

In Dresden läufts

Allen voran Multiinstrumentalist Robert Tischer, der in seinen Solis auf Xylophon, E-Pad und Gitarrenspiel so schnelle Wechsel vollführt, welcher den Atem vor Erstaunen aussetzen lässt und den größten Beifall erntet. Bei „Bitch“ ist dann wieder der ganze Saal gefragt, alle singen lauthals mit, um sich dann unaufgefordert bei „Der Untergang des Abendlandes“ auf den Boden zu hocken und die Band zu überraschen.

Damit hätten sie nicht gerechnet, in Dresden läufts. Und weil die Gemeinschaft so groß und herzlich ist, treten Milliarden nochmal auf die Bühne, um gemeinsam mit Von Wegen Lisbeth Klaus Lages „1000 und 1 Nacht“ als Duett zu performen. Als Schlusspunkt des insgesamt dreistündigen Programms beendet „Sushi“ die letzte Zugabe und lockt die Gäste nach draußen ins Foyer zum Fototreff und kommunikativen Austausch.

Von Anne Gräfe

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