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Lokales Volker Croys Gartentipps: Warum Rhododendren plötzlich viele gelbe Blätter bekommen
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Volkers Gartentipps: Warum Rhododendren plötzlich viele gelbe Blätter bekommen

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16:24 02.09.2021
Gelbe Blätter können beim Rhododendron ein Zeichen für einen Stickstoffmangel sein.
Gelbe Blätter können beim Rhododendron ein Zeichen für einen Stickstoffmangel sein. Quelle: Volker Croy
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Dresden

Rhododendren verkahlen bei zu wenig Dünger immer mehr von innen, irgendwann sind es nur noch lange Stiele mit Blättern am Ende. Typisches Zeichen für akuten Stickstoffmangel ist, dass die älteren Blätter gelb werden und abfallen.

Das passiert, weil die Pflanze den Stickstoff aus den alten Blättern für den Aufbau der Jungblätter abzieht und sie dann abwirft. Zum Düngen muss immer Rhododendrondünger genommen werden, da dieser sauer wirkt und den niedrigen pH-Wert im Boden aufrechterhält, den Rhododendren und Azaleen so mögen.

Blutläuse entfernen

Blutläuse an einem Baumstamm. Quelle: Volker Croy

Blutläuse heißen so, weil sie den Saft der Bäume, also deren „Blut“, trinken, nicht weil sie rot sind. Blutläuse sitzen an Obstbäumen und saugen den Saft aus der Rinde, vor allem wenn die Bäume geschwächt sind, z.B. aufgrund des Wetters in diesem Jahr, weil sie in Töpfen gezogen werden, weil der Standort ungünstig ist, der Baum ohne Rückschnitt ausgepflanzt wurde oder in der Zugluft steht.

Normalerweise sind es kleine Batzen von Blutläusen in den Ansätzen der Zweige, in Wunden und an exponierten Stammstellen. Meist sind die an Wollläuse erinnernden weißen Häufchen eher klein. Nur bei geschwächten Bäumen kann es auch ein größerer Befall werden (siehe Bild).

Blutläuse lassen sich prima mit Wasser und Schwamm abwaschen, aber auch ein Spritzmittel mit Seife und Rapsöl hilft sehr gut. Der Baum wird nicht an Blutläusen eingehen, aber diese Insekten sind immer ein Zeichen für andere Probleme.

Bäume nach Feuerbrand-Symptomen absuchen

Wer jetzt seinen Baum kontrolliert, sollte auf Feuerbrand schauen. Feuerbrand sorgt für undeutliche Verläufe beim Absterben und breitet sich immer weiter in das Holz hinein aus. Deswegen müssen alle Äste konsequent herausgeschnitten werden.

Deutlich ist bei befallenen Jungtrieben die Hakenform der Spitze zu erkennen. Der deutlichere Unterschied zu Trieb- und Spitzendürre ist aber, dass der Schadverlauf keine eingesunkene Rinde hat.

Die hirtenstabförmige Krümmung am Zweigende ist ein typisches Symptom für Feuerbrand Quelle: Volker Croy

Japanische Heilminze pflanzen

Bei der „Japanischen“ Heilminze (Mentha arvensis x spicata) handelt es sich um eine Kreuzung aus zwei heimischen Minzen. Diese Minzsorte ist besonders aromatisch und hat einen hohen Gehalt an Minzöl. Sie wird deshalb als Heilminze benannt und hat einen höheren Gesundheitswert als die Ausgangsminzen. Sie ist durch ihren guten Wuchs eine Bereicherung im Garten.

Beifuß ernten

Jetzt ist Erntezeit für Beifuß. Dazu schneidet man die Blütenstände im Ganzen ab und hängt diese zum Trocknen an einem kühlen, luftigen, nicht sonnigen Platz. Bei Beifuß müssen alle Blätter entfernt werden, da sie zwar wie die Blüten den verdauungsberuhigenden Wirkstoff enthalten, jedoch auch Bitterstoffe, die das Essen beeinträchtigen würden.

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Himbeeren für guten Ertrag düngen

Ob Himbeeren reichlich tragen oder nur wenige Beeren haben, liegt auch an der Düngung. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, noch eine Düngeladung für die Herbsternte, aber besonders für die Ernte im kommenden Jahr mitzugeben.

Dazu wird der Dünger z.B. Pferdemist, Eselsmist, Rinderdung, Kompost nicht direkt an die Hauptwurzel gegeben, sondern etwa 30 cm von dieser entfernt als ein Streifen auf der Erde ausgelegt und mit Mulch z.B. Grünschnitt abgedeckt.

Dies darf auch nur auf einer Seite der Beeren passieren. So können sie sich alle Nährstoffe holen, die sie benötigen, ohne dass die Gefahr einer Überdüngung der Hauptwurzel besteht.

Sollte der Dünger direkt an die Basis der Pflanzen gegeben werden, kann ein Schaden an der Wurzel und somit schlechterer Ertrag und mehr Krankheitsanfälligkeit entstehen.

Absenker von Himbeeren und Brombeeren machen

Wenn eine Himbeerpflanze lange Triebe hat und in der Reihe noch Platz ist, können diese auch einfach durch den Boden gezogen werden, so dass sie Wurzeln bilden und dort neue Pflanzen entstehen. Wichtig ist dabei nur, dass ein Teil des Triebes – mindestens das Ende – wieder herausschaut.

Vor allem bei den schwarzen, amerikanischen Himbeeren, wo gern mal eine Pflanze einfach so stirbt, ist es sinnvoll, immer ein paar Ersatzpflanzen zu ziehen.

Wenn bei der Durchführung durch die Erde der Stiel knickt, ist das nicht so schlimm. Denn später, nach der Wurzelbildung, wird er sowieso abgetrennt.

Wer Pflanzen mag und sie verschenken möchte, kann die Absenker auch einfach durch einen Blumentopf ziehen: also wie ein V einknicken, die Spitze des V in den Topf legen und z.B. mit einem Stein dort fixieren. Dann Erde auffüllen. So kann man direkt im Topf neue Himbeeren oder auch Brombeeren ziehen. Im Frühjahr wird dann vorsichtig abgetrennt und die Pflanze kann so weiterverwendet werden.

Von Volker Croy