Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Volker Croys Gartentipps: Warum es wichtig ist, vorm Winter Wühlmäuse zu bekämpfen
Dresden Lokales

Volker Croys Gartentipps: Warum es wichtig ist, vorm Winter Wühlmäuse zu bekämpfen

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:39 16.09.2021
Eine Wühlmaus.
Eine Wühlmaus. Quelle: W. Pattyn/picture alliance
Anzeige
Dresden

Wühlmäuse können im Garten großen Schaden anrichten, denn sie fressen Wurzeln an und nagen an Rinden. Gerade vorm Winter sollte man zusehen, dass man die Wühlmäuse im Garten dezimiert, sonst kann es im Frühling ein böses Erwachen geben. Denn Wühlmäuse halten keinen Winterschlaf.

Grundsätzlich kann man natürlich auf Fuchs und Marder – die natürlichen Feinde der Wühlmäuse – setzen. Aber oft reicht das nicht. Dann bleiben nur Wühlmausfallen. Für diese braucht man keine Köder, denn sie sind auf das Belüftungssystem der Gänge ausgerichtet.

Zunächst gilt es, einen bewohnten Wühlmausgang zu finden. Dazu sticht man mit einem stabilen spitzen Stock in die Wiese und sucht in der Nähe von „Futterpflanzen“ nach Tunneln. Hat man einen gefunden, wird dieser von Hand auf einer Länge von etwa 20 cm geöffnet. Ist der Tunnel bewohnt, wird die Maus das zum Nest zeigende Ende binnen eines Tages zuwühlen. Weil es im Garten oft auch leere Gänge gibt, ist diese Verwühlprobe nötig.

Ist der gefundene Mäusetunnel bewohnt, wird der Gang hinter der Verwühlung gesucht. Man macht ein kleines Loch, welches einen halben bis einen Meter von der zugewühlten Stelle entfernt ist, und setzt die Falle in den Gang. Dann wird das zugewühlte Loch wieder geöffnet. Die Maus läuft auf dem Weg zu dem geöffneten Loch in die Falle. Dies kann mehrfach im selben Tunnel gemacht werden, denn die Mäuse leben als Familie, bis die Jungtiere alt genug sind.

Man kann Wühlmäuse auch mit Stress vertreiben, indem man immer wieder ihre Gänge sucht und öffnet. Aber das ist nur vorübergehend eine Lösung, weil ja auch neue Mäuse zuwandern.

Spinat und Feldsalat fürs Frühjahr säen

Bis Mitte September sind immer noch Saaten sinnvoll, auch wenn der Ertrag schrumpft. Die Reihen können schon dichter besetzt sein, als meist auf den Packungen steht, damit der Boden im Winter gut bedeckt ist. Gut eignen sich beide Pflanzen im Gewächshaus unter Tomaten und Gurken, da diese im Oktober den Platz frei geben und sowohl Spinat als auch Feldsalat die höheren Temperaturen im Gewächshaus dankend annehmen. Und durch die jetzige Aussaat sind sie dann schon da und müssen nicht erst in der Kälte keimen.

Übervolle Apfelbäume von Fruchtlast befreien

Übervolle Äste von Apfelbäumen sollte man nicht stützen, denn die Stützen versteifen den Ast an der Stelle und bewirken eher, dass der Ast an dieser Stelle unter der Last der Früchte bricht. Es ist besser, Früchte vorzeitig auszupflücken oder die übervollen Äste mit diesen abzuschneiden, auch wenn es in der Seele weh tut.

Die unreif geernteten Äpfel kann man ja trotzdem verwenden. Da sie viel Pektin enthalten und gut gelieren, kann man sie für Gelees und Marmeladen verwenden. Auch gekocht kann man sie ab einem gewissen Reifestadium verwerten. Vorsichtig gepflückt können sie gelagert werden und nachreifen.

Verfärbte Blätter und vorzeitigen Blattfall hinnehmen

Viele Pflanzen waren durch die kalten Wochen sehr auf Herbst eingestellt und auch die Schwankungen in der Temperatur stören die Pflanzen. Oft sehen Blätter jetzt aus, als würden die Pflanzen an Eisen- bzw. Kaliummangel leiden: Die Blätter sind gelb, die Blattadern grün.

Das ist dem Wetter geschuldet und trifft viele Pflanzen. Da muss nichts unternommen werden. Auch der vorzeitige Laubfall an einigen Pflanzen liegt an den Schwankungen. Und der dadurch begünstigten Pilzinfektionen wie der Sprühfleckenkrankheit.

Verfärbte Blätter beim Apfel. Das muss kein Nährstoffmangel sein, sondern kann auch der kühlen Witterung und den Temperaturschwankungen geschuldet sein. Quelle: Volker Croy

Früchte der Blütenhartriegel ernten

Blütenhartriegel haben gestielte runde Früchte, die jetzt an den Zweigen hängen. Sie sind reif, sobald die ersten davon abfallen. Die Früchte haben große Kerne und weiches, mehliges Fleisch. Das ist je nach Sorte süß und kann bedenkenlos verzehrt werden.

Früchte der Klettergurke kosten

Früchte der Klettergurke. Quelle: Volker Croy

Akebia quinata, die „Klettergurke“, ist eine Kletterpflanze, die im Frühling schön blüht, vor allem, wenn sie nahe einer schützenden warmen Hauswand steht. Jetzt tragen Akebien in warmen Lagen violette, gurkenförmige Früchte. Die Fruchtschale ist nicht essbar, das weiche, durchsichtige Fleisch um die Kerne hingegen schon. Bei ausreichender Reife wird dieses auch süß. Sonst schmeckt die Klettergurke eher fad.

Sauerkraut ansetzen

Sauerkraut lässt sich gut aus Herbstweißkohl machen. Vor allem wenn er bei den Wetterschwankungen reißt, ist allerdings eine schnelle Verarbeitung wichtig. Denn wenn der Weißkohl zu schimmeln beginnt, kann es passieren, dass eine optimale Milchsäuregärung nicht mehr möglich ist. Deswegen sollte sauber gearbeitet und bei Rissen nicht zu lang gewartet werden. Saures Gemüse kann auch aus Möhren oder Chinakohl gemacht werden.

Gurkensamen ernten

Wenn die Gurken gelb und überreif werden, können ihre Samen geerntet werden. Die Früchte dürfen jedoch nicht schimmeln oder faulen, denn dann sind auch meist die Samen beschädigt.

Die Samen reifen auch in der geernteten Frucht nach, wenn sie trocken gelagert wird. Ist das Fleisch weich, können die Samen entnommen werden. Am besten befreit man sie mit einem Tuch vorsichtig von dem restlichen Fleisch.

Manchmal wird empfohlen, die Gurkenkerne ins Wasser zu tun und wenn es gärt, die Kerne dann zu entnehmen und abzuspülen. Die Begründung ist, dass sich dann das Fleisch gut lösen würde. Das kann ich nicht empfehlen, denn wenn der richtige Zeitpunkt verpasst ist, tötet die Gärung die Samen und da können ein paar Stunden schon den Unterschied machen. Auch Tomatensamen kann man jetzt ernten und trocknen.

Von Volker Croy