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Lokales Veto vom Denkmalschutz: Dresden stoppt Vergabeverfahren für Rathaus-Neubau
Dresden Lokales Veto vom Denkmalschutz: Dresden stoppt Vergabeverfahren für Rathaus-Neubau
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20:35 26.08.2019
Sind 43 Meter zu hoch? Der ursprüngliche Plan für den Turm sah sogar 60 Meter vor. Quelle: Archiv
Dresden

Schwerer Rückschlag für den Rathaus-Neubau am Ferdinandplatz: Die Stadtverwaltung hat die Planungen jetzt stoppen müssen. Das Vergabeverfahren für den millionenschweren Auftrag wurde ausgesetzt. Ursache sind nach DNN-Informationen Einwände der Denkmalschützer. Das Landesamt für Denkmalpflege hat sein Veto gegen den geplanten Turm des Neubaus eingelegt. Das erfuhr die DNN aus der Stadtverwaltung.

Zeitverzug gefährdet Terminplan

Diese Entwicklung könnte die Terminplanung für den Neubau aus den Fugen bringen. Das Gebäude für rund 1400 Mitarbeiter der Stadtverwaltung soll 2025 eröffnet werden. Der Zeitplan ist allerdings sehr knapp gestrickt, jede Verzögerung gefährdet die pünktliche Übergabe des Neubaus. Die ist aber ein Muss, weil die Verwaltung die neuen Büroräume dringend benötigt.

Die Debatte um den Kauf einer kleinen in Privatbesitz befindlichen Fläche auf dem Ferdinandplatz zum dreifachen Verkehrswert und der Streit um die Höhe des Turmes in den Gremien des Stadtrats haben bereits viel Zeit gekostet. Nach ersten Plänen der Stadtverwaltung war für den Platz gegenüber dem Rathaus ein bis zu 60 Meter hoher Turm vorgesehen. Auf Initiative der Fraktion Die Linke hatte der Stadtrat den Hochpunkt auf 43 Meter begrenzt.

Maximal so hoch wie das Neue Rathaus

Doch auch 43 Meter sind den Denkmalschützern noch zu hoch. Sie fordern, dass sich der Neubau am 38,6 Meter hohen Neuen Rathaus am Dr.-Külz-Ring orientiert. Das würde den Verlust von Büroflächen im Neubau bedeuten.

Die Verwaltung stimmt nun ihr weiteres Vorgehen ab und hat das Vergabeverfahren zunächst auf Eis gelegt. Der Neubau soll im sogenannten Wettbewerblichen Dialog vergeben werden. Das heißt, Planungen und Bauleistungen werden zu einem Festpreis an eine Arbeitsgemeinschaft aus Planern und Architekten vergeben.

Keine Regeln für Gebäudehöhen

Gesetzliche Regelungen zur Höhe von Gebäuden in der Dresdner Innenstadt gibt es nicht. Die Stadtverwaltung ist demnach nicht gezwungen, die Einwände der Denkmalschützer zu berücksichtigen. Würde sie auf die Argumente eingehen, müssten die 400 Seiten starken Vergabeunterlagen überarbeitet werden. Das würde Zeit kosten, die für das Bauvorhaben fehlt. Für den Neubau steht ein Budget von rund 139 Millionen Euro zur Verfügung.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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