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Lokales Vesper vor der Dresdner Frauenkirche - Kretschmer blickt auf bewegtes Jahr
Dresden Lokales Vesper vor der Dresdner Frauenkirche - Kretschmer blickt auf bewegtes Jahr
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19:31 23.12.2019
Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Mehrere Tausend Menschen haben sich am Montagnachmittag mit der traditionellen Vesper an der Dresdner Frauenkirche auf das Weihnachtsfest eingestimmt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) blickte in seiner Rede auf ein bewegtes politisches Jahr zurück. „Wahlen sind immer auch Auseinandersetzungen, Kämpfe und harte Diskussionen“, sagte er bei dem Open-Air-Gottesdienst auf dem Neumarkt.

Mit Blick auf die neue Regierung in Sachsen sagte er: „Ich bin voller Zuversicht für die vor uns liegenden fünf Jahre: Weil wir gemeinsam Gutes für Sachsen erreichen wollen, damit wir alle hier gern leben und uns einbringen.“

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Rede für Zusammenhalt und gegen Rassismus

Zugleich rief Kretschmer die Menschen zum Zusammenhalt auf. „Es ärgert mich, wenn heute wieder neue Gräben entstehen, wenn die Menschen plötzlich wieder auseinander definiert werden. Wenn plötzlich die Menschen wieder eingeteilt werden in Ost und West.“

Es zähle nicht die Herkunft, sondern die Bereitschaft, anzupacken und ein friedliches Sachsen zu gestalten. Er rief auch dazu auf, sich Hass und Hetze entgegenzustellen. Keiner dürfe einer Rede, die rassistischen Inhalt habe, schweigend zuhören, sagte Kretschmer.

Weihnachtliche Vesper wurde 1993 gegründet

Zuvor hatte der frühere evangelische Landesbischof Jochen Bohl gesprochen, der an Weihnachten als eine Zeit des Friedens und der Versöhnung erinnerte. Das sei wichtig in einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen scheine. „Hasserfülltes Reden, politisch motivierte Gewalttaten, das Wiedererwachen des Antisemitismus. Haben wir denn unsere Lektion nicht gelernt in den Jahren, als die Frauenkirche in Trümmern lag?“, so Bohl.

Die Weihnachtliche Vesper wurde 1993 noch vor dem kurz zuvor aus den Trümmern freigelegten Altar des im Zweiten Weltkrieges zerstörten Gotteshauses begründet.

Von RND/dpa