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Lokales Verliert das Stadtfest in Dresden seine Attraktion?
Dresden Lokales Verliert das Stadtfest in Dresden seine Attraktion?
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14:54 26.01.2020
Das Riesenrad auf dem Postplatz ist eine Attraktion des Stadtfestes in Dresden. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat angekündigt, das Thema Postplatz zur Chefsache zu machen. Das Problem: Bei der Planung des Promenadenrings hat die Stadtverwaltung die Position einzelner Pflanzbeete so angeordnet, dass künftig kein Riesenrad mehr auf dem Postplatz aufgestellt werden kann. Das Riesenrad auf dem Postplatz zählt zu den Attraktionen der alljährlichen Stadtfeste.

Hilbert will prüfen und Alternativen suchen lassen

Hilbert erklärte am Mittwochabend im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, er werde sich die aktuellen Planungen vorlegen lassen und mit den Unterlagen vergleichen, die der Umweltausschuss des Stadtrats 2017 beschlossen hatte. Die beschlossenen Planungen sollen den Platzbedarf für das Riesenrad berücksichtigen. Gleichzeitig will der OB die Verwaltung anweisen, nach Alternativstandorten für ein Riesenrad in der Altstadt zu suchen.

Riesenräder können in Dresden nur an wenigen Orten aufgestellt werden – zum Beispiel am Postplatz wie hier beim Stadtfest 2019. Quelle: Anja Schneider

CDU und SPD: Riesenrad soll bleiben

„Es muss weiter möglich sein, ein Riesenrad auf dem Postplatz aufzustellen“, erklärte Steffen Kaden, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion. „Wir sind dagegen, dass die Fläche auf dem Postplatz ohne Not verkleinert wird.“ So viele Flächen für das Aufstellen von Riesenrädern gebe es in Dresden nicht, da hohe Anforderungen gelten würden. So dürften keine Fernwärmetrassen unter den Flächen verlaufen, da Riesenräder mit schwerem Gerät aufgebaut würden.

Auch die SPD-Stadtratsfraktion forderte die Verwaltung auf, die Nutzbarkeit des Postplatzes nicht zu vergessen. „Die Dresdner Innenstadt braucht dringend mehr Grün“, erklärte Stefan Engel, umweltpolitischer Sprecher der Sozialdemokraten. „Aber eine pragmatische Lösung zwischen den unterschiedlichen Interessen sollte möglich sein.“ Kristin Sturm, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD, meinte: „Wer die Innenstadt stärken will, darf wichtige Attraktionen nicht verdrängen.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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