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Lokales Vergewaltigung und Diebstahl – drei Jahre und zwei Monate Haft für Angeklagten
Dresden Lokales Vergewaltigung und Diebstahl – drei Jahre und zwei Monate Haft für Angeklagten
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09:53 14.04.2019
Symbolfoto. Quelle: Heike Lyding
Dresden

„Ich weiß gar nicht, was ich zu dieser Tateinlassung sagen soll – haarsträubend, hanebüchen“, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer in Richtung des Angeklagten.

Ali M. stand wegen sexueller Nötigung, vorsätzlicher Körperverletzung und Diebstahl vor Gericht. Der 28-jährige Pakistaner soll am 28. August 2018 versucht haben, auf der Rad- und Fußgängerbrücke in Pieschen eine Frau zu vergewaltigen.

Die Frau versuchte sich zu wehren

Er war der 29-Jährigen in den frühen Morgenstunden gefolgt, versuchte sie zu küssen, stieß sie zu Boden, als sie sich wehrte, hielt sie fest, riss ihr den Slip herunter, zog seine Hosen aus, legte sich auf sie und versuchte den Geschlechtsverkehr zu erzwingen.

Die Frau wehrte sich heftig und trat nach ihm. Als in der Nähe ein Radfahrer vorbei fuhr, ließ er von ihr ab, klaute ihr aber noch das Handy aus der Handtasche bevor er verschwand. Sie lief zu einer Tankstelle, von dort aus informierte man die Polizei.

Angeklagter erzählt andere Geschichte

Die Einlassung des Angeklagten klang ganz anders – viel lyrischer. Er habe an einer Haltestelle auf die Bahn gewartet und sie habe ihn angesprochen, ob er sie nicht begleiten will. Man sei zur Elbe gegangen, sie habe sich auf seinen Schoß gesetzt. „Wir haben uns geküsst und wollten Sex. Als sie sagte, dass sie ihre Tage habe, habe ich abgelehnt.“

Man habe sich wiedertreffen und die Telefonnummern austauschen wollen. Da habe sie bemerkt, dass ihr Handy weg ist. „Sie hat mich beschuldigt und dann durchsucht, aber nichts gefunden. Dann haben wir uns getrennt. Ich schwöre, beim Leben meines Kindes, dass ich keine Gewalt angewendet habe.“

Viele offene Fragen

Wo kommen da die Verletzungen des Opfers (Schürfwunden und Hämatome) her? Wie kommt seine DNA auf die Innenseite ihres zerrissenen Slips, wenn gar nichts war? Und wieso sollte die 29-Jährige überhaupt so eine Geschichte erfinden und zur Polizei gehen? Es ist sicher nicht angenehm, so etwas mehreren Beamten später noch einmal vor Gericht zu erzählen?

Die junge Frau machte sich danach Gedanken, ob sie nicht selbst etwas falsch gemacht habe, als sie allein nachts durch die Stadt gelaufen ist und das noch in einem Sommerkleid. Sie sei mit einer Freundin in einer Bar gewesen, habe auch etwas getrunken, sei dann aber gegangen und allein nach Hause gelaufen. Sollte man so etwas tun, oder ist man dann selbst schuld, fragte sie sich? Nein, ist man nicht, das steht jeder Frau frei und ist kein Grund, wie sexuelles Freiwild behandelt zu werden.

Der Meinung war auch das Gericht und verteilte Ali M. zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zwei Monaten.

Von Monika Löffler

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