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Lokales Verein Stadtbild fordert historisches Riesch am Dresdner Neumarkt
Dresden Lokales Verein Stadtbild fordert historisches Riesch am Dresdner Neumarkt
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08:41 09.02.2016
So soll das Riesch nach einem ersten Entwurf aussehen.  Quelle: CG Gruppe
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Dresden

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) prüft im Moment die von Investor Christoph Gröner vorgelegten Unterlagen. „Erst danach ist eine abschließende Bewertung möglich“, erklärte GHND-Vorstandsvorsitzender Torsten Kulke. Er meint den Entwurf für das „Palais Riesch“ an der Rampischen Straße imQurtier III, für das Gröber kürzlich einen modernen Entwurf vorgelegt hat. Die GHND fordert eine Rekonstruktion der historischen Bausubstanz – laut Gröner ist das nicht mit der geplanten Wohnnutzung nicht zu vereinbaren.

Der Verein „Stadtbild Deutschland“ ist da schon deutlich weiter als die GHND. „Dieser Entwurf passt nicht in den Neumarkt, weil er sich ästhetisch in keinster Weise in dessen Gesamtbild einfügt. Weder gibt es Anknüpfungspunkte an das benachbarte Polizeipräsidium, noch an die Frauenkirche, auch nicht an den vorbildlichen Wiederaufbau gegenüber. Dieses Gebäude soll bewusst provozieren und spalten, aber nicht versöhnen“, erklärte Manuel Reiprich, Sprecher des Vereins mit Sitz in Köthen.Dresdens Stadtbild und die Dresdner bräuchten Versöhnung und keine Provokation, stellte er fest.

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Der Verein „StadtbildDD – das Korrektiv“ mit Sitz in Heidenau erklärte ultimativ: „Eine Rekonstruktion ist an dieser Stelle die naheliegendste und von der ästhetischen Wirkung her zufriedenstellendste Lösung“, so Michael Wolf und Stefan Schiller vom Verein. Im Quartier III/2, das die CG Gruppe von Gröner gestaltet, gebe es bereits genug Fassaden-Neuinterpretationen. Deshalb sei eine moderne Fassade für das „Riesch“ abzulehnen. Wolf und Schiller forderten Respekt gegenüber der Geschichte vom Investor ein.

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) hat sich dagegen für den modernen Entwurf ausgesprochen. „Dazu stehe ich auch.“ Deckenhöhen von fünf Metern seien in der heutigen Zeit schwierig. Gröner will den jetzt vorgelegten Entwurf in einem neuen Wettbewerbsverfahren bis Ende April überarbeiten lassen. Er machte aber deutlich, dass er an einer modernen Fassade festhalten wird und ein historischer Wiederaufbau ausgeschlossen ist.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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