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Lokales Verdi ruft in Dresden zum ganztägigen Warnstreik auf
Dresden Lokales Verdi ruft in Dresden zum ganztägigen Warnstreik auf
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12:29 26.03.2018
Quelle: Archiv
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Dresden

Die Mitarbeiter in öffentlichen Verwaltung, Sparkassen und städtischen Betrieben sind für den Dienstag zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Das erklärte Frank Fischer von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Montag gegenüber den DNN.

Die Arbeitgeber hätten in den ersten beiden Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt. „Das ist sehr provokativ“, erklärte Fischer. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Gehalt. Als sozialer Sockelbetrag soll die Erhöhung mindestens 200 Euro betragen. Das zielt auf Mitarbeiter mit geringen Einkommen, bei denen sich einen prozentuale Erhöhung geringer auswirkt als bei Mitarbeitern mit höheren Einkommen. Dieser Mindestbetrag werde von den Arbeitgebern grundsätzlich abgelehnt.

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Laut Fischer richte sich der Aufruf an die Mitarbeiter der städtischen Verwaltung,kommunaler Betriebe, Sparkassen und des Wasser- und Schiffahrtsamtes, da auch der Bund an den Verhandlungen beteiligt ist.

Fisch verwies auf die florierende Wirtschaft. „Die Steuerquellen sprudeln, da muss der Einsatz der Mitarbeiter in den Verwaltungen auch gewürdigt werden, nicht nur mit Worten, sondern auch finanziell“, sagte der Gewerkschafter.

Er erhofft sich ein starkes Signal von den Mitarbeitern. Die Bürger müssten mit Einschränkungen rechnen. Da es nur um einen Tag gehe, dürften diese jedoch überschaubar sein. Kindertagesstätten seien ausdrücklich ausgenommen aus dem Warnstreikaufruf.

„Die Arbeitgeber müssen endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch legen, die Blockadehaltung muss beendet werden“, sagte Fischer.

Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 15. und 16. April angesetzt. Es sei nicht ausgeschlossen, dass es bis dahin weiter Aktionen gebe, bei denen dann auch Kindereinrichtungen betroffen sein könnten. „Das kommt auf die Signale der Arbeitgeber an“, sagte Fischer. Für die Gewerkschaft stünden die Verhandlungen im Vordergrund, erst dann komme der Arbeitskampf.

Von Ingolf Pleil