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Lokales Ver.di setzt Streik im Einzelhandel in Dresden fort
Dresden Lokales Ver.di setzt Streik im Einzelhandel in Dresden fort
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17:16 25.06.2019
Mit Trillerpfeifen und Rasseln: 60 Arbeitnehmer haben gestern vor der Cyberport-Zentrale ihren Unmut gegen die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel zum Ausdruck gebracht. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Wenn Ver.di zum Streik aufruft, dann wird es laut: Am Dienstag protestierten rund 60 Arbeitnehmer mit Trillerpfeifen und Rasseln vor der Cyberport-Zentrale in der Radeberger Vorstadt. Geringe Mitarbeiterzahlen und psychische Belastung waren Hauptgründe für die Einzelhandelmitarbeiter von H&M, Ikea, Esprit oder Kaufland, auf die Straße zu gehen. Sie protestierten auch aus Solidarität gegenüber ihren Cyberportkollegen, die wegen zu geringer Mitarbeiterzahlen selbst nicht streiken dürfen.

Auch am Mittwoch soll wieder auf die Missstände in den Großkonzernen aufmerksam gemacht werden. Ab 8 Uhr wollen die Anhänger von Ver.di sich Gehör vor dem Ikea im Elbepark verschaffen. Besucher des Schwedischen Möbelherstellers müssen daher mit Einschränkungen rechnen.

Ziele der Streiks sind neben einer Erhöhung des Stundenlohns um 1,20 Euro, ein höheres Monatsgehalt für Azubis, drei zusätzliche freie Gesundheitstage für Ver.di-Mitglieder sowie eine Angleichung der Tarifverträge von Ost und West. Aber auch die Sorge um die eigene Rente war bei der Demonstration hörbar.

Bis zum 10. Juli müssen sich die Arbeitnehmer jedoch noch gedulden, denn dann findet die dritte Tarifrunde statt. Sollten sich beide Seiten bis dahin nicht einigen, sind erneute Streiks möglich, heißt es von Ver.di.

Von ac