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Lokales Vattenfall kauft Öko-Rechenzentren bei „Cloud & Heat“ Dresden
Dresden Lokales Vattenfall kauft Öko-Rechenzentren bei „Cloud & Heat“ Dresden
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11:13 10.04.2020
Rechenzentrum von Cloud & Heat. Quelle: PR Cloud&Heat
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Dresden

Digitalisierung soll eigentlich alles effizienter machen, seien es nun Fabriken, Behörden, Einkäufe oder der Straßenverkehr. All dies wird aber durch sehr leistungsstarke Rechnerwolken („Clouds“) gesteuert, die mehr und mehr Strom verbrauchen und „Abfallwärme“ in die Umwelt blasen.

Laut einer Prognose des Magazins „Nature“ wird sich der Stromverbrauch von Rechenzentren weltweit bis zum Jahr 2030 auf über 2000 Terawattstunden vervierfachen. Um diesen Trend abzufedern, setzt Vattenfall auf Technologien aus Sachsen: Der schwedische Energieversorger hat als Pilotprojekt bei der Dresdner Uni-Ausgründung „Cloud & Heat“ zwei transportable Öko-Rechenzentren bestellt. Die verwerten ihre Computer-Abwärme automatisch, indem sie sie in Heizkreisläufe einspeisen.

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Dresdner Rechenzentren als Beitrag zum Klimaschutz abrechenbar

Diese Dresdner Technologie ist für Energieversorger wie Vattenfall besonders interessant. Denn sie können mit diesen transportablen Rechenzentren neue Geschäftsfelder als europäische Cloud-Dienstanbieter aufbauen und deren „Wärmeabfall“ gleichzeitig an Kunden weiterverkaufen. Künstliche Intelligenzen sorgen dafür, dass die Rechenkapazitäten und Heizwärme der vernetzten Container dort bereit gestellt werden, wo sie gerade gebraucht werden. Und weil sie ihre Abwärme verwerten, statt sie teuer wegzukühlen, sind die Dresdner Rechenzentren als Beitrag zum Klimaschutz abrechenbar. Die „Cloud & Heat“-Ingenieure sehen ihre Container außerdem als wichtige Bausteine, um eine eigene Cloud-Infrastruktur in Europa aufzubauen, die unabhängig von US-Anbietern ist. Die Computer seien durch eine spezielle Secustack-Technik gegen Lauschangriffe abgesichert.

Cloud & Heat“ entstand 2011 – damals noch unter dem Namen „Aoterra“ – aus einem Forschungsprojekt der TU Dresden. Das Unternehmen hat sich inzwischen auf vernetzte Container-Rechenentren spezialisiert, die ihre Abwärme nutzen, um Bürokomplexe und andere Gebäude zu heizen. Weil diese Container vergleichsweise umweltfreundlich und flexibel arbeiten und rasch von einem Ort der Welt zum anderen transportiert werden können, haben die Dresdner damit viele Preise und zunehmend auch internationale Kunden gewonnen. Mittlerweile sind weltweit rund 1000 „Cloud & Heat“-Computer im Einsatz. Das Unternehmen hat rund 100 Mitarbeiter, die sich vor allem auf Entwicklung und Vertrieb konzentrieren. Die Produktion der Container-Rechenzentren hat ein Auftragsfertiger in Tschechien übernommen.

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Von Heiko Weckbrodt