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Lokales VW Dresden und Fraunhofer zeigen vernetztes Lagerleitsystem zur Hannovermesse
Dresden Lokales VW Dresden und Fraunhofer zeigen vernetztes Lagerleitsystem zur Hannovermesse
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09:57 24.04.2018
Die VW-Manufaktur Dresden testet das lechtende Leitsystem "Pick-by-Local-Light" für Lagerarbeiter. Das PbLL führt den Mitarbeiter visuell durch den Kommissionierungsprozess und zeigt auf einem Display die zu entnehmende Menge an. Quelle: Volkswagen
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Dresden/Hannover/Erlangen

 Damit Lagerarbeiter doppelt so schnell wie bisher Ersatzteile, Werkzeuge und dergleichen in Regalen finden, haben Fraunhofer- und Volkswagen-Ingenieure in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden ein leuchtendes neues Leitsystem „Pick-by-Local-Light“ installiert. Dabei zeigen Leuchtdioden an den Regalen den Suchenden an, wenn sie sich der richtigen Lagerbox nähern.

„Erste Tests haben gezeigt, dass Aufträge durch das neue System doppelt so schnell abgearbeitet werden können“, schätzten die Entwickler vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) aus Erlangen ein.

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In vielen Depots arbeiten Lagerarbeiter derzeit noch mit Papierlisten voller Strichcodes, die die gewünschten Teile zum Beispiel für die Kollegen am Fließband auflisten. Mittels Handscanner werden diese Codes mit den Regalboxen abgeglichen – wobei dabei immer wieder Lese-Fehler auftreten können.

Interesse besteht deutschlandweit

Im neuen System, wie es VW Dresden erprobt, ist ein Bildschirm an der „Lokomotive“, die die Transportzüge durch die Manufaktur zieht. Auf diesem Display sieht der Arbeiter, wo er wie viel Teile zu holen hat. Zudem können die Lageristen vernetzte Kleider mit Sensorknoten tragen, über die wiederum die vernetzten Lagerboxen erkennen, wenn sich „ihr“ Abholer nähert. Nur dann leuchten die mehrfarbigen Leit-LEDs an den Regalen und zeigen an, wo die gewünschten Teile liegen. Ansonsten sind sie energiesparend ausgeschaltet.

Dieses System zeigen die Projektpartner nun auf der Hannovermesse. Schon jetzt hat diese zeitsparende Methode laut IIS innerhalb des Volkswagen-Konzerns „hohen Anklang gefunden, so dass inzwischen deutschlandweit Werke, darunter auch das Hauptwerk in Wolfsburg, Interesse am System bekundet haben“.

Von Heiko Weckbrodt